IFA

LCDS, OLEDs und eine berauschende Videoinstallation

Mit witzigen Installationen und starken Bildern wollen die Hersteller die IFA-Besucher für neue Fernseher begeistern. Auffällig ist die starke Präsenz der OLED-TVs. Besonders beeindruckend: Ein beinah schon psychedelischer Videotunnel.

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(Bild: Stefan Möllenhoff)

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Die TV-Hersteller zeigen auf der IFA traditionell ihre TV-Modelle für die kommende Saison – also diejenigen Flachbildfernseher, die zum Weihnachtsgeschäft in den Läden stehen werden. Unter den Topmodellen finden sich in diesem Jahr auffallend viele Geräte mit organischem Display. So kann man die OLED-TVs unter anderem bei Traditionsmarken wie Loewe, Metz, Philips und Panasonic ebenso bewundern wie bei LG – aber nicht bei Samsung.

Samsung setzt seine farbstarken LCD-TVs mit gläsernen Flaschenböden als etwas groß geratene Quantenpunkte in Szene.

(Bild: Ulrike Kuhlmann)

Der koreanische Konzern setzt anders als im Mobilbereich bei den TVs ausschließlich auf LCD-Technik, denen mit sogenannten Quantenpunkten zu besseren Farben verholfen werden. Im Gespräch mit heise online widersprach Samsung der oft geäußerten These, dass OLEDs die kommende Displaygeneration sei. LCD-TVs mit Quantenpunkten hätten deutlich mehr Entwicklungspotenzial als OLED-Displays, ist sich der koreanische Branchenprimus sicher.

Dass die Produktion organischer Displays für Fernsehgeräte nicht einfach ist, zeigt die aktuelle Situation: Während sich im LCD-Bereich etliche asiatische Unternehmen als Panelhersteller betätigen – also das Display herstellen, das im Innern des TV-Geräts leuchtet –, gibt es bei den großen OLEDs derzeit nur ein einziges Unternehmen, das organische TV-Panels im großen Stil herstellen kann: LG Displays. Deshalb steckt in allen auf der IFA gezeigten und demnächst verkauften OLED-TVs ein Panel von LG.

Das bedeutet allerdings nicht, dass die TV-Geräte mit OLED-Bildschirm alle gleich sind. Im Gegenteil entscheiden die Videoelektronik, die Hard- und Software für den TV-Empfang, die smarten (Internet-)Funktionen und das Zusammenspiel aller Komponenten mindestens genauso über die Gesamtqualität eines Fernsehers.

Was jedoch unabhängig von der Ausstattung und dem Zusammenspiel aller Komponenten als erstes in Auge sticht, ist der exzellente Schwarzwert der OLED-TVs. Darauf setzt OLED-Spezialist LG mit seiner effektheischenden aber auch ziemlich beeindruckenden IFA-Installation aus 216 leicht gebogenen und zu einem Videotunnel zusammengesetzten OLED-Displays. Unser Video gibt einen kleinen Eindruck davon. (uk)