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LG 360 VR ist die schlechteste aktuelle VR-Brille

Auch LG setzt auf Virtual Reality und bietet die Brille "360 VR" an, die zusammen mit dem Smartphone LG G5 funktioniert. Allerdings hat der Hersteller bei der Ergonomie heftig gepatzt. Die 360 VR wird auch deshalb mit großer Wahrscheinlichkeit floppen.

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(Bild: LG)

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LG verfolgt bei seiner Virtual-Reality-Brille 360 VR dasselbe Konzept wie Samsung mit der Gear VR und Google Cardboard: In den preiswerten Brillen steckt nur ein Smartphone, das die meisten Nutzer sowieso schon besitzen; ein teurer Gaming-Rechner ist nicht nötig. Im Gegensatz zu den günstigen VR-Brillen ist die 360 VR allerdings ein Fehlschlag; damit bestätigte sich der Ersteindruck auf dem MWC.

Die 360 VR arbeitet nur mit dem High-End-Smartphone LG G5 zusammen, hat zusätzlich eigene besonders empfindliche Bewegungssensoren, zwei Bedienknöpfe und auch eigene Displays. Das Smartphone übernimmt die Aufgabe des Rechners, wird per USB-C-Kabel mit der Brille verbunden, aber nicht in diese eingespannt. So muss man das Smartphone in der Hand behalten und das USB-Kabel baumelt währenddessen herum. Der Touchscreen dient zwar als Bestätigungsknopf, man kann ihn aber nicht als touch- oder bewegungssensiblen Controller nutzen. Das Headtracking ist trotz dedizierter Sensoren nicht besser als bei billigen Pappbrillen.

LG 360 VR

Die 360 VR enthält weitere konzeptionelle Probleme. So drücken die filigranen Ohrbügel unangenehm auf die Hörknochen, der Sichtschutz um die Linsen steht zu weit vom Gesicht ab und lässt dadurch viel Umgebungslicht in die Brille. Die geringe Displayauflösung sorgt zudem für unscharfe Bilder

Quasi als iTüpfelchen fehlen passende Apps für die 360 VR: Außer vorinstalliertem YouTube-Player, einer Galerie-App und Demofilmchen bietet der Hersteller keine Software oder Spiele an – jede Pappbrille hat mehr zu bieten. Dafür ist die LG 360 VR mit stolzen 280 Euro aber viel teurer. Zum Vergleich: Die ausgezeichnet funktionierende Galaxy Gear VR von Samsung kostet nur 100 Euro.

Eine Analyse der grundlegenden Schwächen von LGs Virtual-Reality-Brille 360 VR lesen Sie auf ct.de:

(hcz)