Menü
IFA

LG: Künstliche Intelligenz bremst Wertverlust von Hausgeräten

Dank KI behalten die smarten Haushaltsgeräte länger ihren Wert. Erst mit der Zeit lernen sie, was aus dem Kühlschrank wie im Backofen zubereitet werden soll.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 225 Beiträge
Vernetzter Kühlschrank

(Bild: dpa, Rainer Jensen/Archiv)

Der südkoreanische Elektronikkonzern LG rechnet damit, dass Hausgeräte dank Künstlicher Intelligenz länger ihren Wert behalten. Mit Hilfe lernender Systeme im Hintergrund würden die Geräte mit wachsender Nutzung immer smarter, statt wie bisher an Wert zu verlieren, sagte Technik-Chef I.P. Park am Rande der Technik-Messe IFA in Berlin. "Wir sind dabei aber noch ganz am Anfang der Entwicklung."

LG zeigt auf der IFA in Berlin seine neue Serie smarter Haushaltsgeräte unter der Dachmarke "ThinQ" und setzt dabei massiv auf Künstliche Intelligenz. Der Kühlschrank gibt Rezeptideen und sorgt gleichzeitig für die optimale Einstellung des Backofens. Beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz bietet LG außerdem ein für Partner offenes Ökosystem. So lasse sich das TV-Gerät per Sprache steuern, doch die Frage nach dem nächsten Restaurant werde wiederum von Google beantwortet. Kein Unternehmen könne heute die Wünsche der Nutzer mehr allein befriedigen, dazu brauche es Partner. Um einheitliche Standards zu etablieren, arbeite LG in der Industriegruppe Open Connectivity Foundation mit Partnern und Wettbewerbern zusammen.

Offene Plattformen böten auf lange Sicht auch mehr Datensicherheit, sagte Park. Die Politik von LG sei es, lediglich Nutzungsdaten auszuwerten. "Wir speichern keine persönlichen Kundeninformationen", betonte Park. Die persönlichen Informationen sollten den Nutzern gehören.

Auf der IFA in Berlin ist auch dieses Jahr wieder die Vernetzung intelligenter Geräte ein großes Trendthema, das vor allem durch Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz und durch die Möglichkeiten der Sprachsteuerung beflügelt wird. Dabei fallen riesige Mengen an Daten an. Datenschützer kritisieren, dass auf diese Weise Kühlschränke und Spülmaschinen zu den Datenquellen großer Konzerne werden.

LG Smart ThinQ (4 Bilder)

WLAN-Kühlschrank von LG

(bme)

Anzeige