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LKW-Maut erhöht Belastung der Bundesstraßen

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Der schleswig-holsteinische Landesbetrieb Straßenbau hat erstmals amtliche Zahlen zur Belastung des Bundesstraßenverkehrs durch die Autobahnmaut veröffentlicht. Die Zahlen wurden mit festinstallierten Zählstellen ermittelt, die seit Jahren den Verkehr erfassen und damit ein repräsentatives Zahlenmaterial darstellen. Eindeutig konnte festgestellt werden, dass der LKW-Verkehr angestiegen ist.

Auf der B4 bei Quickborn nahm der LKW-Verkehr beispielsweise um 30 Prozent zu. Ähnliche Zahlen mit Werten zwischen 20 und 28 Prozent Zunahme präsentierte die Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU). Hier sind die besonders belasteten Bundesstraßen die B75 bei Rahlstedt und die B5 in Bergedorf.

Mit der Veröffentlichung der Zahlen betonten Behördenvertreter, dass den Wünschen der Anwohner nach einer Sperre für den LKW-Verkehr nicht Rechnung getragen werden könne. Die richtige Maßnahme sei die Einbeziehung der Ausweichstrecken in die Autobahnmaut. Dementsprechend will Michael Freytag, Hambugrer Senator für Stadtentwicklung und Umwelt einem Bericht der Verkehrsrundschau darauf drängen, dass die entsprechenden Strecken bemautet werden, damit die gefühlte wie die gemessene Belastung der Anwohner zurückgehe.

Eine Ausweitung der Maut auf stark frequentierte Bundesstraßen ist mit der OBU-2.0-Software möglich. Sie wird zum Januar 2006 freigeschaltet und wird bis zu diesem Zeitpunkt in den Vertragswerkstätten von Toll Collect kostenlos aufgespielt. OBU-bestückte LKW, die das Software-Upgrade verpassen, sind ab Januar von der automatischen Gebührenabrechnung ausgeschlossen. Ihre Fahrer müssen dann die Strecken an den Maut-Terminals bezahlen.

Zur satellitengestützten LKW-Maut und weiteren Vorhaben zur elektronischen Verkehrskontrolle siehe auch:

(Detlef Borchers) / (jk)