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LTE-Roundtable bei Samsung

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LTE und Samsung bringt man in Deutschland vor allem mit Smartphones zusammen. Kaum bekannt ist, dass Samsung auch Hersteller von Netztechnik ist. Auf dem Mobile World Congress gaben zwei Samsung-Manager einen Überblick über die LTE-Strategie des Unternehmens.

Zunächst etwas Historie: Das erste LTE-Tablet kam von Samsung, das Galaxy S2 LTE war das erste weltweit verfügbare LTE-Smartphone, das Note 2 LTE das erste Quadband-LTE-Gerät – und mit 819 LTE-Patenten halte Samsung einen Anteil von 12,7 Prozent der für diesen Bereich relevanten Patente. Chanwoo Park, Vice President Mobile Product Planning, hatte sichtlich Spaß an seinem Vortrag.

Voice over LTE sei demnächst kommerziell verfügbar, so Park weiter, eMBMS – ein Standard zur gleichzeigen Übertragung großer Datenmengen an mehrere Teilnehmer in einer Zelle – werde 2014 unterstützt, und auch die nächste LTE-Stufe – LTE advanced mit 150 MBit/s im Downlink – sei geplant. Weiterhin arbeite Samsung an neuen Diensten wie Telemedizin oder vernetzten Autos. Bis Ende des Jahres erwartet Samsung insgesamt 234 LTE-Netze weltweit.

Auf der Netzwerkseite hat das Unternehmen laut IP Hong, Vice President Telecom Systems, ebenfalls eine lange Tradition, das sei in Europa aber kaum bekannt: Die erste GSM-Basisstation kam erst in diesem Jahr auf den Markt, vorher hatte das Unternehmen nur CDMA- und UMTS-Stationen im Angebot. In Europa greift etwa der britische Provider 3 ab dem dritten Quartal auf Samsung-Netztechnik zurück, in den USA hat Sprint nach Samsung-Angaben etwa ein Drittel seines Netzes mit Samsung-Technik gebaut. Ein weiterer Vertrag mit einem europäischen Netzbetreiber soll noch am heutigen Dienstag bekannt gegeben werden. Hong nannte den Namen zwar nicht, verriet aber, dass er mit einem T beginnen würde. Samsung werde in diesem Jahr sicher noch einige zehntausend Basisstationen ausliefern.

Auf die Frage, warum LTE-Roaming so schwierig sei, verwies Park auf die unterschiedlichen LTE-Frequenzen, die in einzelnen Ländern genutzt werden. Es sei nicht möglich, alle 20 Bänder in einem Chip zu vereinen. Aber die Chips würden zumindest immer energiesparender. (ll)