CES

LTE-Smartphones von LG, Motorola und Samsung

LTE boomt in den USA: Fast jeder Hersteller stellt ein Gerät für den schnellen Mobilfunkstandard vor. Ob auch Deutschland und Europa zeitnah in den Genuss der Geräte kommen, ist zweifelhaft.

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Von
  • Alexander Spier

Der schnellere UMTS-Nachfolger LTE (Long Term Evolution) ist eines der großen Themen der CES. Auf der Messe hat fast jeder Hersteller mindestens ein Gerät dabei, dass den Standard unterstützt. Smartphones mit LTE zeigten auf der CES unter anderem HTC, LG, Motorola, Nokia, Samsung und Sony.

HTC liefert mit dem Titan II einen leicht überarbeiteten Nachfolger des Titan mit weiterhin einem 4,7 Zoll großen Display und einem Einkern-Prozessor mit 1,5 GHz. Gewachsen ist die Auflösung der Kamera von 8 auf 16 Megapixel. Der Akku ist nun fest verbaut und legt etwas an Kapazität zu. Das Betriebssystem ist weiterhin Windows Phone.

Samsung reiht sich mit drei hierzulande bereits bekannten Android-Geräten in den LTE-Reigen ein. Das Tablet Galaxy Tab 7.7, das Zwittergerät Galaxy Note und das Smartphone Galaxy Nexus kommen in einer LTE-Variante auf den Markt. Weitere Unterschiede zu den Versionen ohne LTE gibt es bei diesen Geräten nicht.

Motorolas Droid 4 besitzt ein 4-Zoll-Display, 16 GByte Speicher, einen microSD-Slot, eine Kamera mit 8 Megapixeln und die ausziehbare Tastatur seiner Vorgänger. Das Droid Razr Maxx legt von rund 7 Millimeter des normalen Droid Razr auf 9 Millimeter zu und verliert damit seine extrem schmale Linie. Es bekommt im Gegenzug einen Akku mit 3300 mAh, der bis zu 21,5 Stunden Sprechzeit ermöglichen soll.

Sony schickt das Xperia ion ins Rennen. Optisch dem Xperia S ähnlich, ist das Gerät mit einem 4,6-Zoll-Display mit 1280 × 720 Pixeln, 1,5-GHz-Prozessor mit zwei Kernen, 16 GByte Speicher und 12-Megapixel-Kamera ausgestattet. Auch hier kommt Android als Betriebssystem zum Einsatz. Das Xperia ion soll weltweit im März erscheinen.

LTE-Smartphones auf der CES 2012 (9 Bilder)

HTC Titan II

Das neue Titan II hat eine Kamera mit 16 Megapixel und einen festen eingebauten Akku (Bild: HTC)

Das LG Spectrum kommt am 19. Januar auf den US-Markt und soll beim US-Provider Verizon mit Zweijahresvertrag rund 200 US-Dollar kosten. Auch dieses Android-Smartphone ist ein typischer Oberklasse-Vertreter: Display mit 4,5 Zoll-Diagonale, Zweikern-Prozessor, Kamera mit 8 Megapixeln.

Für Nokia soll das Lumia 900 mit LTE-Unterstützung und Windows Phone 7.5 den Weg in den amerikanischen Markt ebnen. Das exklusiv über AT&T vertriebene Smartphone ähnelt optisch und technisch dem Lumia 800 für Europa, besitzt aber ein größeres Display. Das AMOLED-Display dürfte qualitativ besser als das des Lumia 800 sein: Weil Nokia auf Samsungs PenTile-Technik verzichtet, löst das Display mit mehr Subpixeln auf.

Den Geräten ist eines gemein: Mit wenigen Ausnahmen sind sie vorerst nur für die USA und exklusiv bei US-amerikanischen Providern wie AT&T und Verizon angekündigt. Ein Start in Europa genau dieser Modelle ist unwahrscheinlich. Denn zwar bauen die Provider auch hierzulande das LTE-Netz kräftig aus, jedoch werden dabei andere Frequenzen verwendet als in den USA – und LTE-Chips, die mehrere oder alle Frequenzbänder beherrschen, setzen die Hersteller noch nicht ein. Für einen Start der Smartphones in Europa müssten die Hersteller also die LTE-Unterstützung ihrer Geräte anpassen. (asp)