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LTO-8-Tapes: Fujifilm und Sony produzieren wieder Datenträger

Lieferstopp beendet: Die beiden Hersteller von LTO-8-Bändern, Fujifilm und Sony, haben ihren Patentstreit beigelegt und nehmen die Produktion wieder auf.

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IBMs LTO-8-Laufwerk TS2280 wurde bereits im Oktober 2017 vorgestellt.

(Bild: IBM)

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Seit Ende 2018 sind Speicherbänder der Generation LTO-8 kaum noch verfügbar. Grund dafür war ein Patentstreit zwischen Fujifilm und Sony, den die beiden Unternehmen inzwischen beigelegt haben.

Das schreiben die LTO Program Technology Provider Companies (TPCs), namentlich Hewlett Packard Enterprise, IBM und Quantum, in einer Pressemitteilung. Die drei TPCs arbeiten die Spezifikationen der Bandlaufwerke aus und verteilen Lizenzen zur Produktion kompatibler Medien.

An dieser Stelle haperte es seit vielen Monaten: Fujifilm und Sony sind die beiden einzigen Hersteller der LTO-8-Tapes, haben aber wegen des Patentstreits die Produktion ausgesetzt. Diese soll jetzt wieder anlaufen, sodass der Handel ab dem vierten Quartal mit den Datenträgern versorgt wird.

Aufgrund des Lieferrückstands können die Händler neue Bestellungen womöglich erst 2020 abarbeiten. Als Übergangslösung können Nutzer LTO-7-Bänder in LTO-8-Laufwerken einsetzen, diese aber lediglich mit komprimiert 22,5 statt 30 Terabyte beschreiben.

LTO-8-Bandlaufwerke kamen Ende 2017 auf den Markt. 2020 steht der Wechsel auf den Nachfolgerstandard LTO-9 an, der die Speicherkapazität unkomprimiert von 12 auf 25 Terabyte anheben wird. Komprimiert lassen sich die neuen Magnetbänder mit 62,5 Terabyte beschreiben.

Laut Informationen der Webseite Blocks and Files sollen Fujifilm und Sony ein Lizenzabkommen abgeschlossen haben, das die kommenden LTO-9-Laufwerke miteinschließt. Der United States Court of Appeals hat infolge dessen eine von Fujifilm eingelegte Berufung fallen gelassen. (mma)