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Laborsystem mit menschlichen Zellen bildet Menstruationszyklus nach

Eine taschenbuchgroße Vorrichtung namens Evatar simuliert die Vorgänge in den weiblichen Reproduktionsorganen. Forscher hoffen darauf, dass sie die Entwicklung von Medikamenten gegen Unterleibserkrankungen erleichtert.

Laborsystem mit menschlichen Zellen bildet Menstruationszyklus nach

Kommen nach den Avataren jetzt die Evatare? So nennen Forscher von Northwestern University, University of Illinois und Draper Laboratory in den USA ein System aus mehreren Zelltypen, mit dem sie den Menstruationszyklus von Frauen nachgebildet haben. Es könnte eine realitätsnähere Umgebung für die Entwicklung von Verhütungsmitteln und Medikamenten für Unterleibserkrankungen bei Frauen bieten, berichtet Technology Review online in "Menstruation auf dem Chip".

Das Gerät ist ungefähr so groß wie ein Taschenbuch. Plastikkammern darin stehen für Eierstöcke, Eileiter, Uterus, Gebärmutterhals und Leber von Frauen. In dem System befinden sich echte menschliche Zellen, die Frauen bei aus anderen Gründen vorgenommenen Operationen entnommen wurden. Eine Mini-Leber ist dabei, weil in diesem Organ Medikamente verstoffwechselt werden.

Mit Evatar ist die Wissenschaft dem Ziel ein Stück näher gekommen, einen kompletten "Körper auf einem Chip" zu entwickeln, der die Physiologie von Menschen simuliert. Laut Jonathan Coppeta, einem Biosystem- und Gewebe-Ingenieur bei Draper, soll der künstliche Menstruationszyklus Pharmafirmen die Möglichkeit geben, gefahrlos mit Verhütungsmitteln zu experimentieren oder Behandlungen für Krankheiten wie Myome, Endometriose sowie Gebärmutterhals- und Eierstock-Krebsarten zu testen.

Mehr dazu bei Technology Review online:

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