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Lachstransport per Hyperloop

Wie kommen Zuchttiere vom Fjord auf den Teller? Norwegische Forscher arbeiten an einer besonderen Lösung.

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Lachstransport per Hyperloops

Lachsfarm

(Bild: "Salmon farming pens" / Owen Allen / cc-by-2.0)

Die norwegische Verkehrsinfrastruktur stellt Unternehmer oft auf eine harte Probe: Trotz vieler Tunnel und Brücken dauert der Transport von Waren sehr lang und ist teuer. Die Bahninfrastruktur ist mau, deckt viele Landesbereiche nicht ab und an vielen Stellen warten Lkw auf oder an der Fähre jeden Tag Stunden. Die Wartung der Infrastruktur ist teuer, was hohe Mautgebühren notwendig macht. All das schlägt sich auf Gewinne und Margen der großen Fischzuchtbetriebe nieder, die mittlerweile einen mächtigen Wirtschaftsfaktor in Norwegen darstellen. Helfen könnte in einigen Jahren die von Elon Musk erdachte Vakuumröhre Hyperloop, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("Wenn der Fisch durch die Vakuumröhre saust").

An der größten Forschungseinrichtung des Landes, dem SINTEF in Trondheim, wird über ein Pilotprojekt nachgedacht, bei dem Lachs & Co. per Hyperloop an die Absatzmärkte gelangen sollen – oder zumindest bis zum Osloer Flughafen. Einen ersten Projektvorschlag für eine Prototypanlage gibt es bereits, sie soll rund 20 Millionen Euro kosten.

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Die Forscher träumen etwa von einer Hyperloop-Verbindung zwischen Trondheim und Paris – 1400 km Luftlinie sind das ungefähr. Mit einer Geschwindigkeit von 1200 km/h wäre der fangfrische Fisch in einer guten Stunde in der französischen Hauptstadt. Die Norweger trauen sich das auch deshalb zu, weil sie viel Erfahrung im Pipeline-Sektor haben. So betreibt das Land etwa gigantische Gasverbindungen nach Großbritannien.

Ökologisch soll die Anlage ebenfalls werden – zwar müsste die Röhre häufig im Tunnel geführt werden, doch auf mindestens der Hälfte der Strecke, etwa zwischen Oslo und Stockholm, könnten auf der Außenseite Solarzellen angebracht werden, um Strom zu gewinnen.

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