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Längste Mondfinsternis des Jahrhunderts am Freitag auch über Deutschland

Am Freitagabend wird der Mond mehr als anderthalb Stunden vom Kernschatten der Erde verdunkelt. In Deutschland wird die Beobachtung nicht einfach.

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Längste Mondfinsternis des Jahrhunderts am Freitag auch über Deutschland

Der Mond während einer totalen Mondfinsternis

(Bild: Volkssternwarte Rothwesten/Ralf Gerstheimer)

Die längste totale Mondfinsternis des Jahrhunderts steht an und wird bei gutem Wetter auch von Deutschland aus zu bewundern sein. Weil der Mond hierzulande besonders dicht über dem Horizont stehen wird, sorgt die sogenannte Mondtäuschung dafür, dass das Himmelsspektakel besonders eindrucksvoll ausfallen dürfte. Die totale Finsternis dauert ganze 103 Minuten, ähnlich lang wird es erst im Juni 2029 wieder und länger erst im Jahr 2123.

Am besten wird die Mondfinsternis diesmal von Ostafrika und Südwestasien aus zu sehen sein. In Deutschland gibt es – eine klare Sicht zum Horizont vorausgesetzt – im Süden und Osten die besten Bedingungen zur Beobachtung des Himmelsspektakels, fasst das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen. Selbst ganz im Nordwesten wird der Mond aber aufzugehen beginnen, bevor er in den totalen Erdschatten gerät. Der Großteil der Mondfinsternis wird überall in Deutschland in der Dämmerung stattfinden.

Der Verlauf für Süddeutschland und die Schweiz, wo die Mondfinsternis besser zu sehen sein wird. Noch besser wird es in Österreich.

(Bild: ORIONmedien GmbH)

Der schon partiell verdunkelte Mond wird am Freitag zwischen 20:42 Uhr (Passau) und 21:29 Uhr (Sylt) seinen Aufgang beginnen. Um 21:30 setzt dann die totale Mondfinsternis ein, die maximale Verdunkelung wird um 22:22 Uhr erreicht. 23:13 Uhr endet die totale Mondfinsternis und um 01:30 Uhr in der Nacht zum Samstag wird der Mond dann auch aus dem Halbschatten treten.

Das DLR rät Mondguckern, sich schon vorab einen Ort zu suchen, der weitgehend frei von irdischen Lichtquellen ist und der einen freien Blick in Richtung Südosten gewährt. Den genauen Verlauf für den eigenen Standort kann man sich bei timeanddate.de ausrechnen lassen. Der scheinbar besonders große Mond wird auch während der totalen Finsternis wegen der von der Erdatmosphäre abgelenkten Lichtstrahlen sichtbar sein und kupferrot erscheinen.

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(mho)

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