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Technology Review

Straßenlaternen: Drohne soll Lampen tauschen

Statt mit Männern auf Hebebühnen will ein Beleuchtungshersteller künftig Drohnen einsetzen, um Straßenstrahler zu warten.

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(Bild: Strihl)

Die Wartung von Straßenbeleuchtungen kostet die Städte und Gemeinden viel Zeit und Mühe – und teuer ist das Herausschicken von Wartungstrupps mit Hebebühnen-Nutzfahrzeugen obendrein. Der Leuchtenhersteller Strihl, der neben Laternen auch Flutlichter für Stadien und Industrielampensystem entwickelt, will das Problem nun mittels unbemannter Fluggeräte angehen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Das System namens Lumenair UAV basiert auf der Profidrohne Matrice vom chinesischen Hersteller DJI, die eine Nutzlast tragen kann. Muss eine Laterne repariert oder ihr Leuchtmittel ausgetauscht werden, wird statt der Hebebühne künftig die Drohne geschickt – so zumindest die Vision des aktuellen Prototypsystems.

Das Fluggerät verfügt dazu über eine Einhausung samt Greifmechanik, die auf der Laterne landen und diese entriegeln und anschließend anheben kann. Danach geht es mit dem Laternenmodul wieder zum Boden, wo ein Servicetechniker Prüfarbeiten vornehmen oder Leuchtmittel austauschen kann. Per Drohne wird das reparierte Teil dann auch gleich wieder auf den Lampenmast gehievt und dort wieder verriegelt. Die Steuerung der Drohne erfolgt derzeit noch manuell durch entsprechend geschulte Mitarbeiter. Kompliziert ist das Fliegen aber nicht. Geübte Piloten sollen den Vorgang innerhalb weniger Minuten erledigt haben.

Derzeit arbeitet Lumenair allerdings nur mit speziell für die Drohne aufbereiteten Laternen zusammen. Einen allgemeingültigen Standard über mehrere Marken hinweg gibt es nicht. Bei Strihl denkt man bereits darüber nach, die Drohne auch zur Installation von neuen 5G-Mobilfunkbasisstationen mit kleiner Reichweite (Mikrozellen) oder WLAN-Funkantennen in den Laternen zu nutzen.

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(bsc)