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Langfristig mehr Verkehr durch E-Commerce

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In naher Zukunft führt der elektronische Handel nach Meinung von Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig nicht zu einem höheren Verkehrsaufkommen auf den deutschen Straßen. Für die zu erwartenden Zuwächse beim E-Commerce werde man bei der Infrastruktur aber jetzt die Weichen stellen, sagte Bodewig am Dienstag im Anschluss an ein Spitzengespräch mit Vertretern aus Industrie, Verbänden und Gewerkschaften in Berlin.

Der Minister fordert eine stärkere Arbeitnehmerqualifizierung im Logistikbereich, eine bessere Vernetzung der Verkehrsträger und die Beseitigung von Verkehrsengpässen. Dabei beruft er sich auf den Zwischenbericht einer Expertenkommission, die vor einem Jahr eingesetzt wurde. "Der Handel des 21. Jahrhunderts braucht auch ein Verkehrssystem des 21. Jahrhunderts", sagte Bodewig.

Als Vertreterin der Deutschen Post wies Monika Wulf-Mathies darauf hin, dass durch E-Commerce immer mehr Menschen kleinere Bestellungen aufgäben statt wie bisher wenige größere Warenpakete zu ordern. Dadurch erhöhe sich das Verkehrsaufkommen. Immer mehr Pakete müssten in die Wohngebiete transportiert werden. Durch die notwendigen Innovationen werde man im Logistik-Bereich auch mehr Arbeitsplätze benötigen, betonte Wulf-Mathies. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, warnte allerdings, dass die zunehmende Automatisierung auch Arbeitsplätze koste. Noch sei nicht klar, ob im gleichen Maße neue Stellen entstehen würden. (dpa) / (anw)