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Langsamer und sparsamer: GeForce GT 1030 mit DDR4-Speicher kommt

DIe GeForce GT 1030 gibt es jetzt auch mit DDR4- statt GDDR5-Speicher. Die Karten sind dadurch noch langsamer als ohnehin schon und wohl selbst für viele eSport-Titel ungeeignet.

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Langsame DDR4-Varianten der GeForce GT 1030 im Handel

Herstellermodell mit DDR4-Speicher: Gigabyte GT 1030 Low Profile D4 2G

(Bild: Gigabyte)

Die Nvidia-Grafikkarte GeForce GT 1030 führen manche Hersteller nun auch mit DDR4- statt schnellem GDDR5-Speicher. Der DDR4-Speicher reduziert die Datentransferrate von 48 GByte/s (GDDR5, 3000 MHz) auf 16,8 GByte/s (DDR4, 2100 MHz) und bremst die ohnehin schon langsame Grafikkarte weiter aus. Die Leistungsaufnahme der DDR4-Varianten liegt bei 20 statt 30 Watt, sodass sie ihren Strombedarf ausschließlich aus dem PCIe-Steckplatz decken können.

Nvidia hat die neuen DDR4-Varianten nicht offiziell angekündigt. Auf der englischsprachigen Spezifikationsseite ist lediglich erwähnt, dass die technischen Spezifikationen von den jeweiligen Grafikkartenherstellern geändert werden können.

Herstellermodelle mit HDMI 2.0

Palit GeForce GT 1030 (NEC103000646-1082F)

(Bild: Palit)

DDR4-Modelle der GeForce GT 1030 bieten etwa die Hersteller Gigabyte, MSI und Palit an. Konkret handelt es sich um die Grafikkarten Gigabyte GT 1030 Low Profile D4 2G, MSI GeForce GT 1030 2GD4 LP OC und Palit GeForce GT 1030. Sie haben jeweils 2 GByte DDR4-Speicher und passen dank ihrer Low-Profile-Bauform auch in sehr kompakte Gehäuse. Alle Karten haben jeweils eine HDMI-2.0b-Buchse und steuern darüber 4K-Displays mit 3840×2160 Bildpunkten bei 60 Hz an. Die MSI-Karte hat zusätzlich einen DisplayPort, die Gigabyte- und Palit-Karten jeweils einen DVI-D-Anschluss (Single-Link bis 1920×1200 Pixel bei 60 Hz).

Die GT108-Grafikchips dieser Karten haben 384 Shader-Rechenkerne, allerdings laufen sie mit einer etwas geringeren Turbo-Taktfrequenz als die Nvidia-Spezifikation (1468 MHz) maximal vorsieht.

Unklar ist bislang, ob die deutlich reduzierte Datenrate Auswirkungen auf die Ultra-HD-Wiedergabefähigkeiten beziehungsweise auf die Kompatibilität zu UHD-Premium-Streamingdienstleistern wie Netflix haben könnte. Informationen dazu gibt es von den Herstellern bislang nicht. Zum Spielen lassen sich die GT1030-DDR4-Grafikkarten allerdings nicht empfehlen – selbst vergleichsweise anspruchslose Sport-Titel wie Overwatch und Dota 2 dürften mit ihnen keinen Spaß mehr machen. Noch sind die Grafikkarten bei deutschen Online-Händlern nicht verfügbar. (mfi)

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