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Leben nur mit Bitcoins

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Vom Einkauf über die Miete bis zum eigenen Gehalt: Ein junges Ehepaar aus dem US-Bundesstaat Utah will drei Monate lang seinen gesamten Zahlungsverkehr ausschließlich in Bitcoin abwickeln. Das 90-tägige Experiment soll zeigen, wie verbreitet das virtuelle Zahlungsmittel ist und wie gut das System funktioniert, sagten die beiden dem US-Magazin Forbes.

Bitcoin ist eine von Banken unabhängige Währung ohne Scheine oder Münzen. Die Nutzer können mit speziellen Programmen in einem kryptographischen Verfahren die Bitcoin-Einheiten selbst erzeugen. Allerdings braucht man dafür eine hohe Rechenleistung. Die Software wurde im Jahr 2009 von einem japanischen Programmierer unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto veröffentlicht. Inzwischen haben sich auch Bitcoin-Börsen entwickelt – zurzeit wird die Währung mit rund 70 Euro gehandelt.

Vor dem amerikanischen Ehepaar haben schon andere versucht für einen kürzeren Zeitraum nur mit Bitcoins zu zahlen. Die Frischvermählten wollen ihre Erfahrungen nun erstmals in einem Dokumentarfilm festhalten, der für 2014 angekündigt wurde: „Life on Bitcoin“.

Hierfür haben die beiden auf der Finanzierungsplattform Kickstarter bereits 72.000 US-Dollar und 82 Bitcoins gesammelt – insgesamt rund 60.000 Euro. Dieses Geld soll ausschließlich in den Film, nicht in das Experiment selbst fließen. Und die einzige Ausnahme von der strengen Auflage, nur Bitcoins zu nutzen, ist ein Geldvorrat für medizinische Notfälle.

Zu Beginn wussten die beiden jedoch nicht einmal, wo sie Lebensmittel mit Bitcoins kaufen können – abgesehen von einem einzigen Sandwichladen. Für eine größere Auswahl hätten sie vielleicht ihre Flitterwochen samt dem Experiment nach Berlin verlegen sollen: In Kreuzberg gibt es eine besonders hohe Anzahl von Läden, die Bitcoins akzeptieren, hat der britische Guardian herausgefunden. (vbr)