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Technology Review

Leben wir in einer Simulation?

Der Philosoph Nick Bostrom hält es für möglich, dass Quantencomputer so leistungsstark werden, dass sich darin ganze Welten simulieren lassen. Zum Beispiel unsere.

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Leben wir in einer Simulation?

Nick Bostrom ist Professor an der Oxford University und Gründungsdirektor des dortigen Future of Humanity Institute.

(Bild: Tom Pilston / Washington Post / Getty Images)

Nick Bostrom, Professor an der Philosophischen Fakultät der Oxford University, hat eine steile These aufgestellt, die er in der aktuellen April-Ausgabe der Technology Review erläutert.

TR 04/2018

(Bild: 

Technology Review 04/2018

)

Dieser Beitrag stammt aus Ausgabe 04/2018 der Technology Review. Das Heft ist ab 22.03.2018 im Handel sowie direkt im heise shop erhältlich. Highlights aus dem Heft:

Seine so genannte Simulationshypothese basiert auf der Annahme, dass wir grob abschätzen könnten, welche Rechenleistung eine Zivilisation in diesem Universum mindestens haben werde, sobald sie ihre technische Reife erreiche. Auch die Rechenleistung des menschlichen Gehirns könnten wir abschätzen, so Bostrom. Wenn man diese Werte vergleiche, werde klar, dass eine reife Zivilisation nur einen winzigen Bruchteil ihrer Computer-Ressourcen einsetzen müsste, um viele Billionen menschliche Gehirne zu simulieren.

Daraus schließt Bostrom, dass wenn nur ein Bruchteil aller Zivilisationen diesen reifen Zustand erreiche, es wahrscheinlich sei, dass wir in einer Simulation lebten. Wenn nicht, gebe es nur zwei andere Möglichkeiten: Entweder alle Zivilisationen, die sich auf unserem derzeitigen Stand der technischen Entwicklung befänden, stürben aus, bevor sie technologisch ausgereift seien. Oder technologisch reife Zivilisationen hätten kein Interesse an Ahnensimulationen. Die drei Möglichkeiten ergäben nach Bostrom eine Gesamtwahrscheinlichkeit von 100 Prozent. Mindestens eine davon müsse also wahr sein.
Sollten wir tatsächlich in einer Simulation leben, rät Bostrom, dass wir unsere Simulatoren nicht langweilen sollten, damit sie uns nicht abschalten. Es könne also sinnvoll sein, interessante Dinge zu tun, die aber gleichzeitig nicht allzu viel Rechenleistung beanspruchen.

Neugierig geworden? Den ganzen Artikel lesen Sie in der neuen April-Ausgabe von Technology Review (jetzt im gut sortierten Zeitschriftenhandel und im heise shop erhältlich).

(anwe)

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