Computex

Lego-Roboter löst Rubiks Zauberwürfel

Der Cube Solver, ein auf Lego-"MindStorms"-Grundlage verwirklichter Roboter, dreht Rubik's Cube mit Hilfe trickreicher Greif- und Rotationsmechanik bis zur Lösung.

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Von
  • Holger Bleich

Vor etwa 20 Jahren beschäftigten sich ganze Heerscharen von Schülern und Studenten mit dem "magischen Würfel" Rubik's Cube. Lehrer und Dozenten konnten sich im Unterricht oder ihren Vorlesungen kaum noch Gehör verschaffen, als die Würfel-Epedemie ausbrach. Auch heute hat der Würfel noch eine magische Anziehungskraft. Doch zeitgemäß versuchen sich jetzt Roboter an der Lösung des Problems. Auf dem Heise-Messestand kann man während der Systems den "Cube Solver" bewundern, einen mit dem Lego-"MindStorms"-Systems aus etwa 1100 Teilen aufgebauten Roboter, der mit trickreich angebrachten Greifern und Drehscheiben dem Problem zu Leibe rückt. Die von dem Amerikaner Johnathan P. Brown entwickelte Maschine löst das Würfel-Problem aus jeder beliebigen Farbverdrehung heraus, wenn sie zuvor die Farben für jedes der 54 Felder per Digitalkamera gelernt oder per Handeingabe eingespeist bekommen hat. Kennt die Software die Lage jedes Würfelfarbfeldes, steuert sie den Roboter so, dass der Würfel je nach Zahl der errechneten notwendigen Schritte innerhalb von zehn bis zwanzig Minuten auf jeder Seite jeweils eine einheitliche Farbfläche zeigt.

Ein von der Firma Lego nachgebautes und zur Verfügung gestelltes Exemplar des Cube Solver tritt auf dem Stand des Heise-Verlags jeweils in den Pausen des c't-Roboterwettbewerbs in Aktion. Fans des magischen Würfels können noch bis Freitag die Gelegenheit nutzen, gegen den Roboter anzutreten. Die Chancen stehen nicht schlecht, da der Roboter zwar den Lösungsweg schon vor dem Start kennt, jedoch bedingt durch seine träge Mechanik eher gemächlich an die Aufgabe herangeht. (hob)