Leinen los für aufblasbare Roboter

Bisher mussten aufblasbare Roboter ständig mit Luftdruck versorgt werden. Wissenschaftler haben dafür nun eine Lösung gefunden.

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(Bild: Stanford University)

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Für den sicheren Umgang mit Menschen oder empfindlichen Dingen ist es von Vorteil, wenn Roboter weich gestaltet sind. Eine Möglichkeit sind Roboter, die wie Luftballons aufgeblasen werden. Bislang ist dazu allerdings die permanente Versorgung mit dem nötigen Luftdruck erforderlich. Jetzt haben US-Forscher eine Methode entwickelt, um die luftigen Geschöpfe von dieser Schlauchverbindung zu befreien.

Das Forschungsteam um Nathan S. Usevitch und Zachary M. Hammond (Stanford University) berichtet in der aktuellen Ausgabe von Science Robotics von ersten Versuchen mit einem System, das mit fertig aufgeblasenen Elementen arbeitet, die zu unterschiedlichen Strukturen zusammengefügt werden können. Ein solches Element besteht aus einem Schlauch, auf dem sich ein Rollmodul hin und her bewegen, ihn an unterschiedlichen Stellen zusammendrücken und dadurch knicken kann. Dort entsteht auf diese Weise ein Gelenk.

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In Videoaufnahmen zeigen die Forscher, wie Konstruktionen aus mehreren dieser Grundbausteine ihre Gestalt ändern können, sowohl in zwei wie auch in drei Dimensionen. Die ein wenig an Klettergerüste auf Spielplätzen erinnernden Roboter sind in der Lage, sich gezielt fortzubewegen und können ansatzweise auch schon Gegenstände greifen.

(Quelle: Stanford University)

Als ein zukünftiges Anwendungsfeld sehen die Forscher die Erkundung anderer Planeten: Auf dem Weg zu ihrem Einsatzort würden sie zusammengefaltet wenig Platz beanspruchen und sich erst nach der Ankunft zu voller Größe aufblasen.

(Quelle: Stanford University)

(anw)