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Lenovo: Wir bauen bessere Hardware als Microsoft

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Lenovo lässt sich durch Microsoft Surface nicht aus der Ruhe bringen. Bei der Präsentation der Unternehmenszahlen für das erste Quartal entgegnete CEO Yang Yuanqing auf Fragen von Analysten, dass Microsoft nur ein Konkurrent von vielen sei. "Microsofts Stärke liegt in der Software, die beste Hardware können sie nicht liefern. Lenovo schon", sagte Yang.

Das Selbstbewusstsein zieht Lenovo aus den aktuellen Quartalszahlen. Der Computerhersteller konnte seinen Umsatz im ersten Quartal seines Geschäftsjahres um 35 Prozent von 5,92 Milliarden auf 8 Milliarden US-Dollar (6,5 Milliarden Euro) steigern. Der Unternehmensgewinn für die drei Monate April bis Juni stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 30 Prozent auf 141 Millionen US-Dollar (115 Millionen Euro).

Nach Schätzungen von Marktforschern lieferte Lenovo im Quartal rund 12,8 Millionen PCs aus. Die Chinesen bleiben damit hinter Hewlett-Packard weiter auf Platz zwei der Rangliste der größten Computerhersteller. Trotz stagnierenden Gesamtmarkts wächst Lenovos Marktanteil nach eigenen Angaben auf 15 Prozent. Damit kommen die Chinesen dem Marktführer Hewlett-Packard, den Lenovo mit 15,7 Prozent Marktanteil führt, gefährlich nahe.

An der Partnerschaft mit Microsoft halten die Chinesen weiter fest: Zur Markteinführung von Windows 8 im Herbst will Lenovo neue Produkte herausbringen. Die zweite Generation des ThinkPad Tablet soll mit dem neuen Betriebssystem bereits Ende August auf der IFA in Berlin zu sehen sein. Auf der Messe sollen auch genauere Informationen für den europäischen Markt bekannt gegeben werden.

Im Juni hatte Microsoft angekündigt, zur Einführung von Windows 8 am 26. Oktober eigene Tablets auf den Markt zu bringen. Dass diese – wie spekuliert wurde – mit 199 US-Dollar preislich weit unter Konkurrenzprodukten liegen werden, halten Branchenkenner für unwahrscheinlich. Microsoft verschenkte zum einen Gewinn, verärgerte zum anderen, neben Asus, weitere Partner wie Dell, Samsung und Lenovo. Wahrscheinlicher sei ein Einstiegspreis von rund 500 US-Dollar, also im selben Preisfeld wie das iPad. (vbr)