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CES

Lenovo erweitert Thinkpad-Familie

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Lenovos 13-Zoll-Modell der neuen Notebook-Serie Thinkpad Edge

(Bild: Lenovo)

Bereits vor seiner offiziellen CES-Pressekonferenz enthüllte der PC-Hersteller Lenovo etliche Notebook-Neuheiten. Die Business-Notebooks Thinkpad bekommen mit der Edge-Familie eine neue Untergruppe von besonders leichten und flachen Geräten. Das Thinkpad X100e ist ein Subnotebook mit 11,6-Zoll-Bildschirm und AMD-Innenleben, und die mobile Workstation W510 enthält außer einem flotten Nehalem-Prozessor USB-3.0-Anschlüsse.

Die Thinkpad-Edge-Geräte setzen sich mit ihrem Design deutlich vom klassischen, schwarz-eckigen Thinkpad-Aussehen ab. Als Erstes soll ein Modell mit 13-Zoll-Bildschirm auf den Markt kommen, das später von 14- und 15-Zöllern ergänzt wird. In den Edge-Geräten arbeiten entweder Komponenten aus Intels CULV-Plattform oder AMDs Gegenstücke rund um Athlon Neo und Turion Neo. Lenovo verspricht Akkulaufzeiten von über acht Stunden, außer WLAN und Bluetooth ist auch UMTS vorgesehen.

Thinkpad X100e: Business-Netbook mit AMD-Prozessor und Trackpoint

(Bild: Lenovo)

Das kleine X100e mit Athlon Neo oder Turion Neo würde mit seinem Gewicht von unter 1,5 Kilogramm und dem 11,6-Zoll-Bildschirm zwar ebenfalls gut in die Edge-Familie passen, doch Lenovo platziert es stattdessen als Ergänzung des bisherigen Thinkpad-Segment. Viele Features wie Touchpad samt Trackpoint, normalgroße Tastatur und Design hat es von den größeren Brüdern geerbt. Ob das X100e auch dockingfähig ist, erwähnt Lenovo nicht, wohl aber, dass es das Vision-Pro-Logo tragen darf – dabei handelt sich um die neue Business-Variante des Marketing-Programms Vision für Consumer-PCs.

In dem 15-Zöller-Thinkpad W510 arbeitet je nach Ausstattung ein Core-i7-Doppel- oder Vierkernprozessor; nach Dell Precision M6500 ist es bislang erst die zweite mobile Workstation mit den leistungsstarken Prozessoren. Ihnen stehen bis zu 16 GByte Arbeitsspeicher sowie ein nicht näher genannter Quadro-Grafikchip von Nvidia zur Seite. Vom großen Bruder W700 hat das W510 den eingebauten Farbkalibrator geerbt. Als derzeit einziges Notebook überhaupt hat es einen USB-3.0-Controller eingebaut, der an passenden Gegenstellen deutlich höhere Transferraten als USB 2.0 erlaubt. Angesichts des mit dem Start von Intels Westmere-Prozessoren kürzlich eingeleiteten Generationswechsels bei Notebooks dürfte es diesen Sonderstatus allerdings nicht lange halten können.

Mit den Thinkpad-Modellen T410, T410s und T510 stehen schließlich die Westmere-Nachfolger der bisherigen T400, T400s und T500 vor der Tür. Das T410s ist die leichtere und flachere Version des 14-Zöllers T410; das T510 ist ein 15-Zöller. Mit dem optionalen Unterschnallakku sollen ausgewählte Konfigurationen bis zu 22 Stunden ohne Stromnetz durchhalten.

Obwohl Lenovo angibt, dass einige der Neulinge ab sofort erhältlich sein sollen, war bislang kein einziger in Onlineshops gelistet – nicht mal Lenovos eigene Webseite kannte die Modellbezeichnungen. Preise sowie exakte Ausstattungsvarianten, in denen die Notebooks in den Handel kommen, nannte der Hersteller noch nicht. Möglicherweise ändert sich das mit der CES-Pressekonferenz am Mittwochabend deutscher Zeit, denn höchstwahrscheinlich stehen dort (weitere) Enthüllungen von Mobilgeräten an, etwa eines Smartbook. (mue)