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Lenovo und NetApp schließen strategische Partnerschaft

Höhepunkt auf der Transform 2.0: die Bekanntgabe der Partnerschaft von der am schnellsten wachsenden Server- mit der am schnellsten wachsenden Storage-Firma.

Lenovo und NetApp schließen strategische Partnerschaft

Auf Lenovos "Transform-2.0“-Event in New York hat der Chef von Lenovos Data Center Group, Kirk Skaugen, eine Multi-Milliarden-Dollar-Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Storage-und Hybrid-Cloud-Spezialisten NetApp bekanntgegeben. Danach wird Lenovo zusammen mit NetApp neue Storage-Produkte vor allem mit NetApps All-Flash-Datenmanagement entwickeln und (in China, Ungarn, Mexiko, Brasilien ...) fertigen und unter eigenem Namen in mehr als 160 Ländern anbieten. Das soll den adressierbaren Anteil im Storage-Markt von derzeit 15 auf über 90 Prozent anheben.

Im Gegenzug will Lenovo den chinesischen Markt für NetApp öffnen. Dazu gehört vor allem ein Joint-Venture in China (nach den chinesischen Regeln mit 51 Prozent für Lenovo) für lokalisierte Storage- und Datenmanagementlösungen. 10 neue Storage-Plattformen, die in Zusammenarbeit mit NetApp entstanden sind und die unter NetApps Management-Software OnTap laufen sind bereits fertig und werden ab sofort im Rahmen der Lenovo-Clarity-Serie angeboten.

Neu ist auch der Leiter der Solution-Abteilung in der Data Center Group: Dough Fisher, der erst vor wenigen Tagen nach über 23 Jahren Intel verlassen hat, angeblich um in den Ruhestand zu gehen. Doch nun zeigte sich, dass er statt dessen seinem früheren Chef Kirk Skaugen zu Lenovo gefolgt ist.

Seit Skaugen vor rund zwei Jahren von Intel zu Lenovo gewechselt ist, konnte er dort mit großen Erfolgen aufwarten. Dank Neuorientierung im Hyperscale-Bereich und dem Ausbau des High Performance Computings kurbelte er das Geschäft ordentlich an: die Umsätze in den jüngsten beiden Quartalen lagen um 44 beziehungsweise 68 Prozent über den Vorjahreswerten. In der letzten Top500-Liste der Supercomputer vom Juni 2018 konnte sich Lenovo zudem erstmals klar vor HPE mit 42 Systemen mehr behaupten.

Lenovos Datacenter-Chef Kirk Skaugen und NetApps VP Brad Anderson besiegeln noch einmal per Handschlag die Partnerschaft ihrer beiden Firmen.

Stolz ist Firmenchef Yang Yuanquing („Wei Wei“) auch auf die vielen Rekorde bei typischen Industriebenchmarks: mehr als viermal so viel wie die Konkurrenz. Bei den Zuverlässigkeitswerten von x86-Servern liegt Lenovo nach einer Studie von ITIC klar an der Spitze (insgesamt führt natürlich IBMs z-Mainframe diese Liste an) und man führt auch laut TBR-Studie schon seit mehreren Jahren bei der Kundenzufriedenheit.

5G ist bei Lenovo ein ganz großes Thema. Zum einen, weil man an dem größten Happen mit geschätzt über 180 Milliarden Dollar für die Server-Infrastruktur teilhaben will, Server, die sowohl in den Datenzentren als auch im Edge-Bereich gebraucht werden. Zum anderen aber spielt Lenovo mit Motorola ja auch, anders als die Konkurrenz, selbst bei den Smartphones mit und präsentierte nun das erste in den USA zertifizierte auf 5G upgrade-bare Smartphone Motorola Z3.

Eine weitere Neuigkeit ist die End-to-End-Sicherheitslösung ThinkShield. Hier geht man unter anderem in Zusammenarbeit mit Coronet auf das zunehmende Problem mit gefälschten Accesspoints ein, die sich etwa als Starbucks oder Airport ausgeben und dann „Man-in-the-Middle“-Attacken ausführen. Weiterhin stellte Lenovo ein auf Skype Business aufbauendes ThinkSmart Hub 500 Sky Room für die Firmenkommunikation sowie ein neues Hochleistungs-Notebook Thinkpad X1 Extreme vor. Nach solchen mobilen Workstations sollen vor allem Autohersteller, etwa Aston Martin, nachgefragt haben. (Andreas Stiller) / (as)

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