Lenovos Thinkpads doch ohne vorinstalliertes Suse Linux

Die beiden Thinkpad-Modelle, die Hersteller Lenovo nun auch für den Einsatz von Linux vorsieht, haben kein vorinstalliertes Suse Linux Enterprise Desktop 10 auf der Platte.

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  • Alexandra Kleijn

Entgegen früheren Meldungen stattet PC-Hersteller Lenovo zwei Modelle seiner Thinkpad-T60-Reihe nicht mit vorinstalliertem Suse Linux Enterprise Desktop 10 (SLED) aus. Stattdessen werden die beiden Geräte mit einer DOS-Lizenz vertrieben und es bleibt dem Kunden überlassen, welches Betriebssystem er letztlich installiert.

Sind die Laptops in den Vereinigten Staten auch für Endanwender erhältlich, so richtet sich das Angebot von Lenovo in Europa ausschließlich an Großkunden. In diesem Fall würde man sowieso Sonderabsprachen treffen, erklärte Stefan Pieper, Pressesprecher von Lenovo Deutschland. Dabei gehöre ein vorinstalliertes Suse Linux dann aber sicher zu den Möglichkeiten.

Kunden, die sich für die beiden Thinkpad-Modelle entscheiden und diese mit SLED 10 betreiben wollen, müssen das Betriebssystem selbst erwerben, erhalten dann aber technische Unterstützung für die Installation und Konfiguration von Lenovo. Die nötigen Treiber und für SLED adaptierte spezielle Thinkpad-Software stellt der Hardware-Hersteller auf einem Webserver von IBM zum Download bereit.

Mit etwaigen rechtlichen Bedenken in Zusammenhang mit mitgelieferten oder vorinstallierten proprietären Treibern, wie für den ATI-Grafikchip, habe die Entscheidung, die Notebooks ohne Linux auszuliefern, nichts zu tun, versicherte Pieper. Nach wie vor sehen viele die Kombination solcher Treiber mit einer Linux-Distribution als problematisch und möglicherweise nicht GPL-konform an.

Eine Übersicht zu aktuellen Linux-Grafiktreibern enthält folgender Artikel auf heise open. (akl)