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Lernende Algorithmen trainieren in virtuellen Welten

Um künstlich intelligent zu werden, müssen Algorithmen ihre Aufgaben erst einmal anhand von vielen Beispieldaten trainieren. Die müssen normalerweise aufwendig gesammelt werden – oder man erzeugt sie mit Videospiel-Technik selbst.

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Lernende Algorithmen trainieren in virtuellen Welten

Mit Deep-Learning-Algorithmen wird Künstliche Intelligenz (KI) immer leistungsfähiger, allerdings stehen nicht immer genügend Daten für das nötige Training zur Verfügung. Forscher am Xerox Research Center Europe in Grenoble setzen deshalb auf virtuelle Welten: KI-Algorithmen sollen ihre Aufgaben anhand von realistischen 3D-Grafiken erlernen, berichtet Technology Review online in "Künstlich intelligent durch Computerspiele".

Nicht alle Unternehmen verfügen wie Google oder Facebook über riesige Datensammlungen, die sie für das Trainieren von KI-Algorithmen verwenden können. Also entwarfen Adrien Gaiden und Kollegen mit der beliebten Spiele-Entwicklungsumgebung Unity stattdessen realitätsnahe virtuelle Szenen dafür. Außerdem hat sich die Gruppe eine Möglichkeit ausgedacht, um aus realen Szenen virtuelle zu machen: Sie werden mit einem Laserscanner abgetastet und dann als 3D-Informationen in die virtuelle Welt importiert.

Zum Anfang Parkplatzsuche

Vor allem für zwei Anwendungen wollen die Xerox-Forscher ihre Technik bald einsetzen. Als Erstes wollen sie damit leere Parkplätze auf Straßen finden. Normalerweise müssten sie dazu erst reichlich Videomaterial sammeln und jemand müsste darin manuell kennzeichnen, wo sich Parklücken befinden. Zweitens wollen die Forscher herausfinden, ob virtuelle Krankenhäuser und Patienten KIs beim Erkennen medizinischer Probleme helfen können.

Mehr dazu bei Technology Review:

(sma)

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