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Letzte deutsche Schule ist am Netz

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Jetzt ist es endgültig offiziell: Alle Schulen in Deutschland verfügen über einen eigenen Internet-Anschluss. Als letzte Schule bekam am Montag ein Gymnasium im Berliner Westen einen Zugang zum Web. Damit konnten Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn und Telekom-Chef Ron Sommer eine erfolgreiche Bilanz der Initiative "Schulen ans Netz" ziehen. Bundeskanzler Schröder hatte aus Termingründen abgesagt. Bei Regierungsanstritt der rot-grünen Koalition vor drei Jahren hatten erst 15 Prozent der allgemeinbildenden Schulen in der Bundesrepublik einen eigenen Internet-Anschluss.

Damals habe Deutschland in Sachen Internet zu den "Schlusslichtern in Europa" gezählt, sagte Bulmahn. Seither hätten Politik und Wirtschaft bei der Ausstattung der Schulen optimal zusammengewirkt. 34.000 Schulen seien allein von der Telekom kostenlos mit einem Netzzugang versorgt worden. Die Bundesregierung unterstützt zugleich mit über 600 Millionen Mark die Entwicklung hochwertiger Lern-Software für den Unterricht.

Weiterhin fördert der Bund nach Angaben Bulmahns auch die Initiative InfoSCHUL und das Bund-Länder-Programm SEMIK (Systematische Einbeziehung von Medien, Informations- und Kommunikationstechnologien in Lehr- und Lernprozesse). Für Bildung und Forschung im IT-Bereich stelle der Bund bis 2004 insgesamt rund 1,4 Milliarden Mark bereit. Der Verein "Schulen ans Netz" will sich fortan neuen Aufgaben widmen und die Schulen bei der praktischen Nutzung der neuen Medien unterstützen. (dpa) / (anw)