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Letzter großer TV-Sender in der Schweiz wird auf DVB-T umgestellt

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Ende Mai 2007 strahlt mit dem Sender Bantiger im Raum Bern auch der letzte große Schweizer Sender digitales terrestrisches Fernsehen (DVB-T) aus. Das kündigte die SRG SSR idée suisse an. Damit ist praktisch auch in der ganzen Deutschschweiz SF 1, SF zwei, TSR 1 und TSI 1 über Antenne digital zu empfangen. Die analogen terrestrischen Fernsehsender werden dann auch in der Deutschschweiz am 26. November 2007 abgestellt.

Bereits heute können fast in der ganzen Deutschschweiz SF 1, SF zwei, TSR 1 und TSI 1, die Sender der SRG SSR idée suisse, über DVB-T empfangen werden. Die SRG nimmt seit Mai 2006 schrittweise Sender in der gesamten Schweiz für die digitale terrestrische Verbreitung in Betrieb. Seit dem 24. Juli 2006 empfangen die Tessiner die Schweizer TV-Programme über Antenne und Satellit ausschließlich digital. Und am 13. November 2006 stellte die SRG SSR idée suisse den analogen Sendebetrieb in der Region Engadin im Kanton Graubünden definitiv ein.

In den letzten noch nicht mit DVB-T versorgten Gebieten Graubündens wird DVB-T im August aufgeschaltet. In der Westschweizer Romandie wird Ende Juni 2007 komplett auf DVB-T umgestellt. Schließlich stellt die SRG SSR am 26. November 2007 den Betrieb der analogen TV-Sender in der gesamten Schweiz (mit Ausnahme des Oberwallis) ein. Insgesamt erhalten gegenwärtig noch etwa 8 Prozent aller gebührenzahlenden Schweizer Haushalte (von 2,9 Millionen) die Programme via analogem terrestrischen Empfang. Rund 78 Prozent der Haushalte sind verkabelt, 14 Prozent empfangen die Fernsehprogramme über Satellit.

Wie das Schweizer Fernsehen gestern weiterhin mitteilte, produziert es ab 2008 ausschließlich im Breitbildformat 16:9. Ab 1. Dezember 2007 sendet die SRG SSR die Breitbild-Sendungen im 16:9-Fullformat (anamorph). Gegenwärtig strahlt SF das Breitbildformat noch im Letterbox-Verfahren aus. Außerdem gab die SRG SSR idée suisse bekannt, dass sie ab 1. Dezember 2007 einen HD-Channel über den Satelliten Hotbird 8 ausstrahlen werde. Es handelt sich um einen 24-Stunden-Gemeinschaftskanal auf dem Programme aus allen vier Landesteilen in der jeweiligen Originalsprache gesendet werden. Ein erstes Highlight werde die Übertragung der Euro08 in bester Bild- und Tonqualität sein. (Tom Sperlich) / (Tom Sperlich) / (anw)

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