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LibreBike: Aufruf zur "Befreiung" der Obikes

Obike ist abgetaucht und die Leihfahrräder stehen noch herum. Unbekannte zeigen nun im Netz, wie man sie knackt. Das ist nicht nur rechtlich kaum zu empfehlen.

LibreBike: Aufruf zur "Befreiung" der Obikes

(Bild: Alexas_Fotos)

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Nachdem der Bikesharing-Anbieter Obike in Singapur Insolvenz angemeldet und das Schicksal Tausender gelber Fahrräder in deutschen Städten ungewiss ist, ruft eine anonyme Gruppe dazu auf, die Leihrädern zu entsperren. Auf einer Info-Seite im Netz erklären die selbsternannten "Urbanist*innen", wie jeder das Schloss eines Obikes so öffnen kann, dass es sich nicht mehr verriegeln lässt. Mit einem Aufkleber soll das Fahrrad dann als "LibreBike" gekennzeichnet werden und fortan jedem zur freien Verfügung stehen. Die Leihräder sollen damit zu "Fahrrädern für alle" werden.

Trotz ihrer Ausführungen versichern die Verantwortlichen, dass sie keinen Diebstahl unterstützen. Wer sich ein solches Fahrrad "ausleihe" solle es deswegen danach auch anderen zur Verfügung stellen. Dabei ist die von ihnen beschriebene irreversible Entsperrung der Leihfahrräder eine Sachbeschädigung. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht den Anschein hat, sind die Obikes nicht herrenlos. Das Unternehmen ist weiterhin verpflichtet, sie zu entfernen beziehungsweise zu entsorgen. Auch die Städte in denen sich die Fahrradleichen nun sammeln, können sie nicht einfach entfernen. Einige prüfen derzeit ihre rechtlichen Möglichkeiten.

In einem c't-Test hatten die Obikes im Vergleich zu anderen Leihfahrrädern besonders schlecht abgeschnitten: Kein anderes fuhr sich derart schwergängig. Gründe dafür sind die schweren Vollgummi-Reifen und die häufig schleifende billige Bandbremse.

(mho)

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