Menü

LibreOffice 6.0 signiert und verschlüsselt mit OpenPGP

Die Document Foundation hat Version 6.0 des Open-Source-Office-Pakets für Windows, macOS und Linux freigegeben. Zahlreiche Verbesserungen sollen den Umgang mit der freien Bürosoftware erleichtern.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 294 Beiträge
LibreOffice 6.0 bringt zahlreiche Verbesserungen

Zu den wichtigsten Neuerungen im nun erhältlichen LibreOffice 6.0 gehört die Möglichkeit, Dokumente auf allen Betriebssystemen mit OpenPGP zu signieren und zu verschlüsseln. Um diese Funktion nutzen zu können, muss auf dem jeweiligen System GPG-Software installiert sein.

Die in LibreOffice 5.3 eingeführten Symbolbänder (Notebookbars) bleiben ein experimentelles Feature, wurden aber um zwei Varianten mit gruppierten Symbolen erweitert, die die Befehle in derselben Struktur wie im Menü anordnen. Auf diese Weise sollen Nutzer Befehle schneller finden, ohne lange suchen zu müssen.

Im Dialog zum Anpassen der Menüs kann man die Befehle jetzt über das Suchfeld filtern.

Darüber hinaus wurden zahlreiche Dialoge überarbeitet. So erhielt der Dialog zum Einfügen von Sonderzeichen eine Suchfunktion und bietet nun die Option, einzelne Zeichen als Favoriten zu speichern, damit man sie schneller wiederfinden kann. Der Dialog zum Anpassen der Oberfläche wurde ebenfalls um eine Suchfunktion erweitert. Sie arbeitet als Filter und zeigt nur die Befehle an, deren Namen den Suchbegriff enthalten.

In Writer wurde das Menü um den Eintrag "Formular" ergänzt, der alle wichtigen Befehle zum Erstellen von Formularen bereitstellt. Damit sollen Anwender dieses leistungsfähige Werkzeug zum Gestalten von (PDF-)Formularen leichter finden – bislang waren sie so versteckt, dass viele Nutzer sie laut LibreOffice-Team gar nicht kennen.

Die Tabellenkalkulation Calc wurde um die ODF-1.2-konformen Funktionen SUCHENB(), FINDENB() und ERSETZENB() ergänzt. Darüber hinaus lassen sich markierte Bereich nun über "Datei/Exportieren" als Bild im PNG- oder JPG-Format speichern.

Das Präsentationsmodul Impress verwendet nun standardmäßig Folien mit dem Seitenverhältnis 16:9. Dementsprechend wurden zehn neue Vorlagen hinzugefügt und alte Vorlagen an das neue Format angepasst.

Darüber hinaus wurden die Import-Filter für Microsofts Dateiformate verbessert, sodass jetzt auch SmartArt-Grafiken und ActiveX-Controls im- und exportiert werden. Writer exportiert Textdokumente nun auch im Epub-Format und liest QuarkXPress-Dateien.

Eine ausführliche Beschreibung aller Neuerungen finden sich in den Release Notes. Ein mit deutschen Untertiteln versehenes Youtube-Video zu LibreOffice 6.0 informiert außerdem über die wichtigsten Änderungen.

LibreOffice 6.0 steht für Windows, macOS und Linux zum Download bereit. Für den Einsatz in Firmen empfiehlt das Team weiterhin Version 5.4. (db)

Anzeige
Anzeige