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LibreOffice 6.3: Neue Features und mehr Performance

Das Office-Paket öffnet und speichert Dokumente teilweise viel schneller. Neue Funktionen und besseren Dokumentenaustausch mit Microsoft Office gibt es auch.

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(Bild: The Document Foundation)

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The Document Foundation, die Organisation hinter LibreOffice, hat Version 6.3 der freien Office-Suite freigegeben. Die bringt deutliche Performanceverbesserungen mit, führt unter anderem die Möglichkeit ein, Dokumente zu schwärzen und verbessert viele Details.

So wünscht man sich das: Geschwindkeitsverbesserungen zwischen 50 und 99 Prozent.

(Bild: The Document Foundation)

Beim Öffnen und Speichern von Dokumenten legt LibreOffice 6.3 mehr als nur einen Zahn zu: Textdokumente, die beispielsweise sehr viele Lesezeichen, große Tabellen oder eingebettete Schriftarten enthalten, werden teilweise um eine ganze Größenordnung schneller geladen und gespeichert. Ähnliches gilt für das Öffnen von Dokumenten der Tabellenkalkulation, und zwar sowohl für das von LibreOffice präferierte Format ODS als auch für Dokumente in Microsofts XLSX-Format. Tabellen in Microsofts älterem Format XLS werden schneller gespeichert und Tabellen, die viele Aufrufe der Funktion VLOOKUP() – beziehungsweise im Deutschen SVERWEIS() – enthalten, werden nicht nur schneller geladen, sondern auch grundsätzlich schneller angezeigt.

Eine programmübergreifende neue Funktion von LibreOffice 6.3 ist das Schwärzen von Dokumenten. Per Rechtecksauswahl oder mit einem virtuellen Filzstift können beliebige Teile von Dokumenten geschwärzt werden. So können etwa persönliche Informationen entfernt werden, bevor ein Dokument veröffentlicht wird. Das Dokument wird dabei in ein Bild umgewandelt, ist also nicht mehr editierbar. Die Umwandlung stellt dafür sicher, dass keine unsichtbaren Informationen verbleiben, die eventuell wiederhergestellt werden könnten – was im Dokument schwarz ist, ist auch wirklich nicht vorhanden. Wie viele neue Features stammt die Funktion von der Firma Collabora, einer treibenden Kraft hinter LibreOffice.

Beim Schwärzen noch halbtranspartent, nach dem Export dann undurchsichtig. Die neue Funktion von LibreOffice ersetzt den Umweg über Kopierer oder Bildbearbeitung.

(Bild: The Document Foundation / Muhammet Kara, Collabora)

Collabora steht auch hinter diversen anderen Verbesserungen von "LibreOffice Online", der web-basierten Variante der Suite. Die kann jetzt unter anderem Bilder besser rotieren, mit Wasserzeichen umgehen und bringt volle Unterstützung für bedingte Formatierungen von Tabellenzellen mit.

Wie bei fast allen neuen Versionen wurde auch der Austausch von Dokumenten mit Microsofts Office verbessert. LibreOffice kann jetzt auch die Template-Formate DOTX und XLTX schreiben und die Online-Version kann Microsoft Visio-Dateien öffnen. Der Im- und Export spezieller Inhalte von Microsoft-Office-Dateien, etwa SmartArt-Objekten, wurde ebenfalls verbessert. Außerdem kann LibreOffice 6.3 PDF-Dateien nach dem Archivierungsstandard PDF/A-2 schreiben. Der bisher dafür genutzte Standard PDF/A-1 bleibt als Option erhalten.

LibreOffice 6.3 führt noch viele kleinere Verbesserungen ein. Beispielsweise wurde in der Tabellenkalkulation Calc der Summen-Button durch ein Dropdown-Feld ersetzt, das auch auf andere häufige Aggregationsfunktionen Zugriff bietet. Außerdem wurde weiter an den mit Version 6.2 offiziell eingeführten Notebookbars gefeilt, einer alternativen Menüstrukturierung, die an Microsofts Ribbons erinnert. Eine vollständige Aufzählung aller Änderungen und Neuerungen bieten die Release Notes der Version 6.3.

Wie immer steht das Softwarepaket für Linux, macOS und Windows zur Verfügung. Für den Einsatz in Firmen wird die konservativere Version 6.2.5 empfohlen. (syt)