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Librem 5: 2,1 Millionen US-Dollar für freies Smartphone

Mit dem Abschluss der Crowdfunding-Kampagne für das freie Smartphone Librem 5 konnte Entwickler Purism mehr als 2,1 Millionen US-Dollar von Unterstützern einsammeln.

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Librem 5: Crowdfunding für freies Smartphone mit 2,1 Mio. US-Dollar beendet

(Bild: Purism)

In dieser Woche endete die Crowdfunding-Kampagne für das freie Smartphone Librem 5. Mit einer Spendensumme in Höhe von 2,13 Millionen US-Dollar lag der Entwickler mehr als 40 Prozent über dem angestrebten Spendenziel von 1,5 Millionen US-Dollar. Das Spendenziel wurde bereits 13 Tage vor Ablauf der Kampagne erreicht. Bei einer höheren Gesamtsumme versprach Purism zum Start der Crowdfunding-Aktion weitere Funktionen für das Librem 5. Die angestrebten Stretch-Goals, die bei 4 Millionen US-Dollar begannen, wurden durch die Unterstützer jedoch nicht erreicht. Eine VoIP-Telefonnummer, einen kostenlosen VPN-Tunnel für alle Unterstützer im ersten Jahr oder Support für Android-Apps wird es also vorerst nicht geben.

Nach Erreichen des Spendenziels ist die Produktion des Librem 5 laut Purism nun gesichert. Im Laufe des nächsten Jahres will das Unternehmen die finale Hardware entwickeln und testen. Die ersten fertigen Geräte sollen dann laut Roadmap ab Januar 2019 an Vorbesteller ausgeliefert werden. Developer Kits mit Entwickler-Mainboard, Touchscreen, Sensoren und Netzteil für 299 US-Dollar will Purism bereits ab Juni 2018 an die 239 Vorbesteller verschicken. Im Rahmen der Crowdfunding-Kampagne konnten sich Unterstützer ab einer Spendensumme in Höhe von 20 US-Dollar am Gelingen des Projekts beteiligen. Vorbestellt wurde das finale Librem 5 von 2774 Interessierten zum Preis von 599 US-Dollar.

Das Librem 5 von Purism ist ein Open-Source-Smartphone, auf dem ausschließlich quelloffene Software läuft. Entwickler Purism will Librem-5-Nutzer nicht tracken und Ende-zu-Ende-verschlüsselte Kommunikation standardmäßig einsetzen. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des Smartphones sollen Schalter sein, mit denen Nutzer unter anderem das Mikrofon, WLAN, die Kamera, Bluetooth oder auch den Mobilfunk deaktivieren können.

Als Betriebssystem soll auf dem Librem 5 eine angepasste Version der Linux-Distribution PureOS zum Einsatz kommen. Laut Purism soll das Gerät jedoch auch andere Linux-Distributionen unterstützen. Die erste Version des Librem 5 soll Funktionen wie eine Kamera, Messaging, Sprachtelefonie, Web-Browsing und HTML5-Anwendungen bieten. Weitere Anwendungen und Funktionen will der Entwickler in regelmäßigen Abständen nachreichen.

(Denise Bergert) / (axk)

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