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Lightroom 5 Beta erschienen

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Eine neue Engine wird es in Lightroom 5 nicht geben. Adobe belässt es diesmal bei Detailpflege und führt nur kleine Neuerungen ein, beispielsweise eine Vollbildansicht. Fotos lassen sich bei einem Druck auf die Taste F bildschirmfüllend ohne störende Paletten, Menüs und Metadaten anzeigen. Vorher war dazu eine Reihe von Tastenkombinationen nötig: F zum Ändern des Ansichtsmodus, Shift-Tab zum Ausblenden der Paletten und zweimaliges Drücken der Taste L zum Abdunkeln der verbliebenen Bedienelemente.

Die Bereichsreparatur von Lightroom 5 erhält einen Pinsel, mit dem sich nicht nur Flecken, sondern auch komplexe Formen retuschieren lassen.

Das Werkzeug für die Bereichsreparatur kann nicht mehr nur Kreise markieren, sondern ist einem echten Pinsel gewichen, mit dem sich komplexe Motive markieren lassen. Dabei handelt es sich weiterhin um ein Reparatur- und Korrekturwerkzeug, nicht um das intelligentere kontextsensitive Füllen aus Photoshop. Eine neue Option der Bereichsreparatur heißt "Bereiche anzeigen". Sie blendet wie das Schärfen-Werkzeug die aufgetragene Maske ein. Neben linearen Verläufen lassen sich nun auch radiale Verläufe zur Maskierung einstellen, etwa um Bildbereiche abzudunkeln und damit die Blickrichtung zu steuern.

Die Objektivkorrektur hat die Funktion "Aufrichten" erhalten. Sie analysiert Linien im Bild und richtet das Foto anhand der gefundenen Linien automatisch gerade. Dabei führt Lightroom immer noch eine nichtdestruktive Raw-Korrektur durch. Das ermöglicht der neue DNG-Standard 1.4, den Adobe im Oktober 2012 auf der Photokina vorgestellt hat.

Die neue Option "Aufrichten" der Objektivkorrektur analysiert Linien im Foto und rückt es automatisch gerade.

Neben Standardvorschaubildern besitzt Lightroom 5 die Option einer Smart-Vorschau. Dabei legt das Programm möglichst klein gehaltene DNG-Proxys an, mit denen sich das Bild auch bearbeiten lässt, auch wenn die Originale offline sind. Später synchronisiert Lightroom die Einstellungen mit den Originalen. Die Performance bei hoher Auflösung bleibt ein Problem, aber dafür lassen sich gering aufgelöste DNG-Proxys unter Umständen sinnvoll einsetzen.

Das Diashow-Modul hat eine neue Engine erhalten. Außer Bildern baut Lightroom nun auch Videos in Diashows ein und übernimmt dabei Einstellungen wie Schwarzweißstile, die auch für die Fotos gelten. Das Buch-Modul hat Detailverbesserungen erfahren. Die Größe von Bildrahmen lässt sich ändern, Seiten kann man als Benutzervorlage speichern. Außerdem vergibt Lightroom Seitennummern.

Lightroom 5 steht ab sofort als Beta-Version für Windows 7 und 8 sowie Mac OS X 10.7 und 10.8 jeweils in 64-Bit-Architektur auf den Adobe-Labs-Seiten zum Download zur Verfügung. Wann die finale Version erscheint, ist noch unklar.

Siehe dazu auch:

(akr)

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