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Lime E-Tretroller: Neues Software-Update soll Sturzgefahr beseitigen

Miet-E-Tretroller von Lime hatten Unfälle verursacht und waren aus dem Verkehr gezogen worden. Ein Update soll die Probleme jetzt beseitigt haben.

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Lime E-Tretroller: Neues Software-Update soll Sturzgefahr beseitigen

(Bild: Screenshot Lime (YouTube))

Der Fahrrad- und Tretrollervermieter Lime hat seinem Elektro-Tretroller Lime-S ein Sicherheits-Update spendiert. Wie das Unternehmen am Samstag mitteilte, werde das Update in den nächsten Tagen an jeden Lime-Roller ausgeliefert.

Erst im Januar hatte Lime die Vermietung seiner E-Tretroller in der Schweiz ausgesetzt, nachdem die Fahrzeuge während der Fahrt selbstständig gebremst und dadurch ihre Fahrer abgeworfen hatten. Dabei war es nach Angaben des Schweizer Online-Magazins watson zu mindestens drei Stürzen mit teilweise erheblichen Verletzungen für die Fahrer wie Ellenbogenbruch, ausgekugelter Schulter sowie Schürfwunden gekommen.

Auch die neuseeländischen Städte Auckland und Dunedin, in denen Lime seine Elektro-Tretroller seit Oktober 2018 zur Miete anbietet, hatten sich besorgt gezeigt, nachdem es zu mehreren Unfällen mit Lime-S gekommen war. Wie der New Zealand Herald berichtet, seien insgesamt 155 ungewollte Radblockierungen aufgetreten. Allein in Auckland seien es 92 gewesen, die in 30 Fällen zu Verletzungen geführt haben sollen.

Die Städte Auckland und Dunedin hätten daraufhin die Genehmigung zum Betrieb der Roller-Vermietung aufgehoben und Lime zu Nachbesserungen aufgefordert. Dieser Aufforderung war Lime in der vergangenen Woche mit dem Software-Update gefolgt.

Nach Angaben von Lime habe der bisherige Firmware-Fehler in sehr seltenen Fällen zu plötzlichem, übermäßigen Bremsen geführt – das Unternehmen versucht sich damit in Schadensbegrenzung. Lime spricht davon, dass das Problem nach eigenen Untersuchungen und denen eines externen Teams etwa 0,0045 Prozent aller Fahrten betroffen hätte. Wie Lime weiter ausführt, sei das Problem "meistens mit Höchstgeschwindigkeit bergab" aufgetreten, sofern das Vorderrad auf ein Schlagloch oder ein Hindernis getroffen sei.

Lime bedauert die Unfälle, die zu Verletzungen bei den Fahrern geführt haben. Das Unternehmen betont aber, dass es Risiken, die im Straßenverkehr bei der Benutzung des Elektro-Tretrollers auftrete, nur mildern aber nicht ganz verhindern könne.

Wann die Vermietung der E-Tretroller von Lime in der Schweiz und Neuseeland wieder starten wird, ist bisher nicht bekannt.

(olb)