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Lintec verkauft zur Entschuldung Beteiligungsgesellschaft

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Zur weiteren Entschuldung hat der börsennotierte Computerkonzern Lintec Information Technologies (Taucha bei Leipzig) seine Beteiligung an der MVC Mitteldeutsche Venture Capital AG verkauft. Lintec hielt an der Risikokapitalgesellschaft 86,25 Prozent. Käufer ist die DKB Finance GmbH (Berlin), teilte der Konzern heute mit. Lintec steckt seit geraumer Zeit in den roten Zahlen.

Durch den Erlös wurde Lintec den Angaben zufolge von kurzfristigen Krediten eines Bankenpools in Höhe 7 Millionen Euro sowie von einer Bürgschaft in Höhe von 12,8 Millionen Euro für Kredite der DKB Deutsche Kreditbank AG (Berlin) entschuldet. Auch die Tochter rfi mobile technologies AG (Mönchengladbach) wurde vollständig von den DKB-Krediten entschuldet. Darlehen weiterer bisheriger Poolbanken seien zuvor durch die DKB abgelöst worden, hieß es.

Im Geschäftsjahr 2003 hatte sich der Konzernverlust noch auf 17 Millionen Euro belaufen. Auch in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2004 wurde eigenen Angaben zufolge kein befriedigendes operatives Ergebnis erzielt. Der Umsatz betrug 5,5 Millionen Euro, das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) minus 1,2 Millionen Euro.

Als wichtigste Maßnahme zur Konsolidierung hatte das Unternehmen vor wenigen Wochen einen Rückzug aus dem margenschwachen PC-Massenmarkt angekündigt. Stattdessen soll nun verstärkt auf hochwertige Server und PCs gesetzt werden. Außerdem sollen die Fertigungsanlagen des Tauchaer Unternehmens für Aufträge anderer Produzenten geöffnet werden. (dpa) / (anw)