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Linux-Desktop Mate 1.10 modernisiert Unterbau

Die neue Version der Desktop-Umgebung kann nun auch die von Cinnamon und Gnome 3 verwendete Grafikbibliothek nutzen. Die Entwickler haben zudem Epub-Unterstützung integriert und Speicherlecks behoben.

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Desktop-Oberfläche des "Mate Desktop Environment" 1.10.

(Bild: mate-desktop.org )

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Der Dokumentenbetrachter der kürzlich freigegebenen Desktop-Umgebung Mate 1.10 kann jetzt auch E-Books im Epub-Format anzeigen. Im Dateimanager steckt nun ein Erweiterungs-Manager, über den sich Plugins im Betrieb ein- und ausschalten lassen. Die Macher der aus Gnome 2 abgeleiteten Desktop-Umgebung stellen zudem die Weichen für einen Umstieg auf die Generation 3 der Grafikbibliothek GTK, denn das können jetzt alle Komponenten zum Aufbau der Bedienoberfläche nutzen.

Vorerst empfielt Mate auch weiterhin den Einsatz mit der zweiten GTK+-Generation.

(Bild: mate-desktop.org )

Das auch von Gnome 3 und Cinnamon genutzte GTK+3 ist deutlich moderner und wird viel aktiver weiterentwickelt als das bislang von Mate verwendete GTK+2. Dessen Einsatz wird aber weiterhin empfohlen, denn die bislang als unvollständig angesehene GTK+3-Unterstützung gilt als experimentell.

Die neue Version der Mate Desktop Environment ist die erste größere Überarbeitung seit dem März vergangenen Jahres. Erstmal bringt sie die Bibliothek Libmatemixer mit, über die Anwendungen die Lautstärke regeln können, ohne sich darum zu scheren, ob die Audio-Ausgabe per Pulseaudio, Alsa oder OSS erfolgt. Ferner wollen die Entwickler eine Reihe von Speicherlecks in ihrer vornehmlich für Linux entwickelten Desktop-Umgebung beseitigt haben. Details zu diesen und weitere Neuerungen liefert die Freigabeankündigung von Mate 1.10. (thl)