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Linux-Distribution Manjaro 16.06.1 veröffentlicht

Das Manjaro-Team hat eine neue Version seiner auf Arch Linux basierenden Linux-Distribution freigegeben. Manjaro 16.06.1 gibt es als offizielle Fassung mit Xfce und KDE sowie als Community-Editions mit weiteren grafischen Oberflächen.

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Manjaro Xfce 16.06.1

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Die auf Arch Linux basierenden Linux-Distribution Manjaro ist in Version 16.06.1 erschienen. Die Hauptausgabe von Manjaro 16.06.1 "Daniella" verwendet den Xfce-Desktop 4.12 mit einem eigenen dunklen Theme Vertex-Maia, das mit hellem und dunklem Fensterhintergrund bereitsteht.

Unter der Haube arbeitet in diesem Release ein Kernel 4.4 LTS, weitere zehn Kernelserien stehen in den Paketquellen zur Wahl. Daneben hat das Team Manjaro 16.06 als KDE-Edition veröffentlicht, die als Oberfläche auf Plasma 5.6 in Kombination mit den aktuellen KDE-Anwendungen in Version 16.04 setzt. Selbst die erst Anfang Juni veröffentlichte Version 3.0 des KDE-Zeichenprogramms Krita ist bereits dabei. Als Office-Paket ist aber auch hier nicht das KDE-Büropaket Calligra sondern das bewährte LibreOffice vorgesehen. Beide Editions nutzen Firefox als Standard-Browser.

Die Rolling-Release-Distribution Manjaro ist Arch-basiert und -kompatibel, nutzt aber eigene Paketquellen. Das Installationsmedium bringt den grafischen Installer Calamares mit, der auch eine Desktop-Oberfläche samt Grundausstattung an Software installiert und Funktionen wie die Verschlüsselung der Festplatte mit LUKS beherrscht. Für Einsteiger etwas verwirrend dürfte die Tatsache sein, dass auch der alte grafische Installer Thus noch mit an Bord ist. Als grafisches Frontend für die Software-Verwaltung hält Manjaro 16.06 Xfce die Anwendung Pamac 4.1 bereit, die KDE-Edition nutzt stattdessen Octopi. Damit ist die Distribution deutlich einsteigerfreundlicher als Arch Linux, das eine manuelle Installation und viel Linux-Know-how erfordert.

Manjaro 16.06 (7 Bilder)

Manjaro KDE 16.06

Neben der Hauptausgabe mit Xfce gibt es Manjaro auch als KDE-Edition mit Plasma 5.6.

Distributionseigene Tools wie das Manjaro Hardware Detection Tool sollen die Konfiguration und Wartung des Systems vereinfachen. Der Manjaro Settings Manager bietet beispielsweise grafische Konfigurationshilfen für Sprachpakete, Tastatureinstellungen, Uhrzeit oder die Auswahl des gewünschten Kernels. In der KDE-Edition wurde er samt Hardware Detection Tool jetzt in die KDE-Systemeinstellungen integriert.

Manjaro 16.06 steht als Image für 32- und 64-Bit-x86-Systeme auf der Projekt-Website zum Download bereit. Das bereits nachgeschobene Point-Release 16.06.1 behebt unter anderem ein Installationsproblem der Version 16.06 mit AMD/ATI-Hardware und bringt einige aktuellere Pakete.

Erste Community-Editions des neuen Release sind bereits erschienen: Manjaro Gnome 16.06 mit Gnome-Desktop, Manjaro Cinnamon, Manjaro Deepin sowie Manjaro i3, das den eher spartanischen Tiling-Windowmanager i3 nutzt. (lmd)