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Linux-Distribution SparkyLinux 4.8 betreibt Produktpflege

Die Entwickler der Linux-Distribution SparkyLinux haben die neue Version 4.8 veröffentlicht. Sie aktualisiert den Kernel, den Installationsassistenten und die mitgelieferten Softwarepakete. Anwender dürfen sich zudem über kleinere Neuerungen freuen.

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Linux-Distribution SparkyLinux 4.8 betreibt Produktpflege

(Bild: Tim Schürmann)

Wie schon die Vorversionen der 4.x-Reihe basiert auch SparkyLinux 4.8 auf Debian 9 alias Stretch. Die Pakete in den bereitgestellten Installationsmedien und Live-Systemen haben die Entwickler am 11. Mai aus den entsprechenden Debian-Repositories geholt. Neu an Bord sind Bleachbit und "xinit". Letztgenanntes Paket stellt das "startx"-Kommando bereit, das Programm Bleachbit hilft hingegen beim Aufräumen des Systems. Im Hintergrund arbeitet jetzt der Linux-Kernel 4.9.88. In der SparkyLinux-Variante für den Raspberry Pi kommt hingegen der Linux-Kernel 4.14.34 zum Einsatz.

Ab sofort können Anwender im Boot-Menü bequem die gewünschte Sprache des Live-Systems auswählen. Benötigt eines der SparkyLinux-eigenen Werkzeuge Root-Rechte, fordert sie das entsprechende Programm via "pkexec" und somit über das PolicyKit-Framework an. Zuvor kamen dafür unter anderem "gksu", "gksudo" und "kdesudo" zum Einsatz. Entfernt haben die Entwickler die Pakete "gksu", "gdebi", "reportbug" und "sparky-fontset".

Um die Installation kümmert sich der Installationsassistent Calamares 3.1.12, der SparkyLinux auch auf einem verschlüsselten Datenträger unterbringen kann. Der vom SparkyLinux-Team entwickelte alternative Sparky Advanced Installer spricht jetzt die sechs Sprachen Deutsch, Englisch, Portugiesisch, brasilianisches Portugiesisch, Italienisch und Polnisch.

SparkyLinux 4.8 (5 Bilder)

Der Desktop von SparkyLinux 4.8.
(Bild: Tim Schürmann)

SparkyLinux 4.8 stellen die Entwickler in verschiedenen Geschmacksrichtungen bereit. Die Standard-Fassung für den PC verwendet die leichtgewichtige Desktop-Umgebung LXDE. Die "MinimalUI" getaufte Variante setzt stattdessen auf Openbox, während die "MinimalCLI"-Fassung ohne Benutzeroberfläche auskommt. Sämtliche Varianten gibt es jeweils noch einmal in einer 32- und einer 64-Bit-Fassung. Für den Mini-Rechner Raspberry Pi mit ARM-Prozessor bieten die Entwickler ebenfalls zwei SparkyLinux-Varianten an: Die Standard-Version nutzt Openbox, alternativ lässt sich eine besonders schlanke Fassung ohne Benutzeroberfläche installieren.

Wer bereits eine ältere Version von SparkyLinux benutzt, muss lediglich das komplette System aktualisieren. Eine Neuinstallation ist nicht notwendig. (olb)

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