Linux-Distributoren schmieden Allianzen

SuSE portiert Linux auf Sledgehammer und Red Hat erweitert die Zusammenarbeit mit IBM.

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Auf der LinuxWorld bauen die beiden Linux-Distributoren SuSE und Red Hat ihre Positionen im Markt aus und verkünden Allianzen mit Großen der IT-Branche.

Der Chip-Hersteller AMD hat den deutschen Linux-Distributor SuSE damit beauftragt, bei der Portierung von Linux auf den geplanten 64-Bit-Prozessor Sledgehammer zu helfen. Dabei hat ein SuSE-Mitarbeiter bereits erste Versionen der nötigen Entwicklungs-Tools erstellt. Auch Erzrivale Intel hatte durch ein ähnliches Abkommen mit VA Linux dafür gesorgt, dass schon vor dem offiziellen Erscheinungstermin des Itanium eine lauffähige Linux-Portierung für die IA-64-Architektur bereitsteht.

Red Hat und IBM vertiefen ihre Zusammenarbeit. Programmierer beider Firmen sollen an der Integration von IBM-Produkten wie DB2 und WebSphere in RedHat-Linux arbeiten; die resultierenden Produkte sollen auch gemeinsam vermarktet werden. Beide Firmen wollen einen "market development fund" finanzieren – eine Art Entwicklungshilfe für Linux-Projekte.

Ebenfalls auf der LinuxWorld hat nach Hewlett Packard und Dell jetzt auch Compaq Linux zu einem "strategischen Betriebssystem" erklärt und damit auf die gleiche Stufe wie Windows NT/2000 und SCO gestellt. Nach eigenen Aussagen arbeitet Compaq mit Red Hat zusammen an einer Zertifizierung der Desktop-Produktlinie für Linux. (Sebastian Kirsch)/ (ju)