Linux: Eines für alle -- ohne Red Hat

Am Donnerstag wollen vier der weltweit größten Linux-Distributoren -- Caldera, Conectiva, SuSE und TurboLinux -- eine weit reichende Zusammenarbeit bekannt geben.

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Gemeinsam sind wir stärker, dachte man sich offensichtlich und schritt zur Tat: Am Donnerstag wollen vier der weltweit größten Linux-Distributoren -- Caldera, Conectiva, SuSE und TurboLinux -- eine weit reichende Zusammenarbeit bekannt geben. Wie das Magazin eWeek bereits vorab berichtet, geht es dabei um die Entwicklung einer gemeinsamen Linux-Distribution.

Das gemeinsame "United Linux" wird den beteiligten Firmen nicht nur Entwicklungsressourcen sparen, sondern richtet sich wohl auch gegen die Dominanz von Red Hat im Unternehmensbereich. Nach wie vor stellen viele ISVs ihre Linux-Anwendungen zuerst in Paketen bereit, die auf die Distribution der Amerikaner abgestimmt sind -- schließlich ist Red Hat der einzige Distributor, dem es gelungen ist, weltweit präsent zu sein.

Mit der neuen Initiative könnte sich das ändern: Die gemeinsame Distribution wird wie von selbst für eine einheitliche Linux-Basis rund um den Globus sorgen. Die vier beteiligten Unternehmen haben die Welt nämlich jetzt schon säuberlich unter sich aufgeteilt: Caldera ist vor allem in den USA präsent, verfügt aber dank des Kaufs von SCO über einen weltweiten Vertrieb. Der brasilianische Distributor Conectiva hat sich mit seiner auf Portugiesisch und Spanisch verfügbaren Linux-Version eine starke Position in Süd- und Mittelamerika geschaffen. SuSE ist in Europa Marktführer; und TurboLinux konzentriert sich auf den aisatisch-pazifischen Raum. (odi)