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Linux-Hypervisor Jailhouse unterstützt jetzt AMD- und ARMv7-Prozessoren

Die Virtualisierungslösung zum Betrieb von Echtzeit-Anwendungen oder besonders sicherheitskritischer Software bietet jetzt Techniken, über die isoliert betriebene Anwendungen miteinander kommunizieren können.

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Linux-Hypervisor Jailhouse unterstützt jetzt auch AMD- und ARMv7-Prozessoren

(Bild: Siemens-Präsentation )

Die Entwickler von Jailhouse haben die zweite Version ihres Linux-Hypervisors veröffentlicht, der speziell zum isolierten Betrieb von Echtzeit-Anwendungen oder besonders sicherheitskritischer Software entworfen wurde. Die neue Version läuft jetzt nicht mehr nur x86-Prozessoren von Intel, sondern auch auf solchen von AMD. Auch ARMv7-Kerne werden nun unterstützt – etwa jene auf dem Banana Pi oder dem Nvidia Jetson TK1. Ferner haben die Macher des von Siemens-Mitarbeitern in Deutschland vorangetriebenen Hypervisors die Abschottung auf x86-Systemen und die Unterstützung für ressourcenstarke x86-Systeme verbessert.

Neu sind auch Grundlagen zur Kommunikation zwischen den Zellen, die der Hypervisor zum isolierten Betrieb einzelner Anwendungen einrichtet. Anwendungen laufen dort auf einzelnen Prozessorkernen, über die das beim Systemstart gebootete Linux nicht mehr verfügt, damit es den Anwendungen nicht in die Quere kommt. Um das zu gewährleisten übernimmt Jailhouse ähnlich wie der Xen-Hypervisor die volle Kontrolle über die Hardware, wird aber anders als bei Xen von einem laufenden Linux gestartet.

Nachdem bislang nur spezialisierte Anwendungen in den Zellen gestartet werden konnten, arbeiten die Entwickler nun daran, dort mehrere Linux-Instanzen zu starten. Weitere Details zu den Neuerungen erläutert die Ankündigung von Jailhouse 0.5. Einen groben Überblick zur Funktionsweise und den Zielen von Jailhouse liefert die Video-Aufzeichnung eines Vortrags der FOSDEM 2014 oder die Folien einer Jailhouse-Präsentation von der ELCE 2014. (thl)