Linux-Kernel 2.6.37 freigegeben

Grundlagen für den Betrieb als Xen-Host, Verbesserungen bei dem Dateisystem Ext4 und neue Funktionen für SSDs zeichnen die neue Kernel-Version aus. Sie bringt zudem zahlreiche neue und überarbeite Treiber und kann ohne Big Kernel Lock (BKL) arbeiten.

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Von
  • Thorsten Leemhuis

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat Linus Torvalds die Linux-Version 2.6.37 veröffentlicht. Der neue Kernel enthält ersten Code für den Betrieb als Xen-Host; allerdings fehlt noch der Treiber für die Xen-Backends, über die Gastsysteme auf Datenträger und Netzwerk zugreifen. Das Dateisystem Ext4 arbeitet enger mit dem Block Layer zusammen, was seine Performance auf großen Maschinen erhöhen soll. Für SSDs steht jetzt ein alternativer Batch-Discard-Mechanismus zur Verfügung, über den Dateisysteme die SSD über alle frei gewordenen Bereiche informieren können.

Zahlreiche neue und überarbeite Treiber unter anderem für das USB Attached SCSI Protocol (UASP), diverse WLAN-Chips und Apples Magic Trackpad verbessern die Hardware-Unterstützung des neuen Kernels. Linux 2.6.37 ist zudem der erste moderne Linux-Kernel, der komplett ohne das Big Kernel Lock (BKL) arbeiten kann, das früher die Leistung auf Multicore-Prozessoren und SMP-Maschinen einschränkt.

Details zu diesen und vielen anderen Neuerungen liefert ein Artikel auf heise open. Hier findet sich auch ein Ausblick auf die Änderungen, die für den Ende März oder Anfang April erwartete Linux-Kernel 2.6.38 einziehen:

Detaillierte Einblicke in die Neuerungen liefern die in den vergangenen Wochen bei heise open publizierten Artikel der Kernel-Log-Mini-Serie "Was 2.6.37 bringt":

  1. Grafik-Hardware
  2. Dateisysteme
  3. Storage- und Netzwerk-Hardware
  4. Architektur und Infrastruktur
  5. Weitere Treiber

(thl)