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Linux-Kernel 3.15 beschleunigt Resume

Der Linux-Kernel wartet jetzt beim Aufwachen aus dem Suspend nicht mehr auf die Initialisierung der Massenspeicher. Das kann den Resume-Prozess um bis zu Faktor 10 beschleunigen.

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Eine Änderung im kommenden Linux-Kernel 3.15 wird das Aufwachen aus dem Suspend deutlich beschleunigen, da die Initialisierung von Massenspeichern beim Resume jetzt asynchron erfolgt. Das berichtet das aktuelle Kernel-Log zur Entwicklung von Linux 3.15 auf heise open.

Bislang wartet der Kernel beim Aufwachen darauf, dass die Datenträger verfügbar werden. Zukünftig läuft der Resume-Prozess nach dem Abschicken des start-Kommandos an die Datenträger weiter; Zugriffe auf die Massenspeicher werden zwischengespeichert und ausgeführt, wenn der Datenträger verfügbar ist.

Wie sehr sich die Änderungen bei einem Rechner auswirken, hängt vor allem davon ab, wie schnell sich dessen Massenspeicher beim Aufwachen initialisieren. Intel-Entwickler, die an den Patches mitgearbeitet haben, konnten bei drei unterschiedlich ausgestatteten Systemen mit Festplatten eine Beschleunigung von bis zu Faktor 10 messen. Im c't-Labor fanden wir bei einem Testrechner mit Festplatte ohne weitere Maßnahmen eine Verkürzung des Resume-Prozesses von 7 auf 4 Sekunden. Bei SSDs dürfte die Beschleunigung geringer ausfallen.

Diese und weitere Neuerungen aus dem Bereich Dateisysteme und Storage im Kernel 3.15, darunter ein neuer Locking-Mechanismus, fasst das aktuelle Kernel-Log auf heise open zusammen:

(odi)