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Linux Mint 13 "Maya" freigegeben

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Cinnamon bei Linux Mint 13.

(Bild: linuxmint.com )

Das jetzt erhältliche Linux Mint 13 "Maya" gibt es in den Editionen "Mate" und "Cinnamon". Erstere setzt auf den Mate-Desktop 1.2, der aus dem Code von Gnome 2 hervorgegangen ist und erstmals bei Linux Mint 12 zum Lieferumfang gehörte. Die zweite Ausführung setzt auf Cinnamon 1.4, eine von Linux-Mint-Gründer Clement Lefebvre begonnene Desktop-Oberfläche, die als Ausgangsbasis den Code der bei Gnome 3 eingesetzten Gnome-Shell nutzte; die seitdem erschienenen Versionen 1.2, 1.3 und 1.4 haben eine Reihe von Änderungen gebracht, sodass der Desktop auf den ersten Blick nicht mehr viel mit einem aktuellen Gnome zu tun hat.

Beide Maya-Editionen basieren auf dem vor einem Monat vorgestellten Ubuntu 12.04 LTS, daher enthält das neue Linux Mint auch nahezu alle dort eingeflossenen Neuerungen. Genau wie die Vorlage gilt auch "Maya" als Version mit Langzeitpflege (LTS/Long Term Support) und soll bis zum April 2017 mit Updates versorgt werden.

Als grafisches Anmeldeprogramm dient nun der Displaymanager MDM, der auf Version 2.20 des Gnome-Display-Managers (GDM) basiert. Standard-Suchmaschine ist jetzt nicht mehr DuckDuckGo, sondern Yahoo; dazu hat das Mint-Team eine Übereinkunft mit dem Suchmaschinenbetreiber geschlossen, die unter anderem für die USA, Kanada, Großbritannien und Deutschland gilt und dem Projekt Geld einbringt.

Mate-Desktop von Maya.

(Bild: linuxmint.com )

Die Mint-Entwickler beschreiben die wichtigsten Neuerungen von Maya auf einer eigenen Seite; weitere Informationen liefern die Release Notes. Letztere erwähnen einige bekannte Probleme; beispielsweise muss man die Distribution bei Systemen, in denen ein vom Kernel-Treiber B43 unterstützter Broadcom-WLAN-Chip steckt, im "Compatibility mode" oder unter Angabe des Parameters "b43.blacklist=yes" booten. Zudem sei es Absicht, dass der Bildschirm während des Bootens schwarz bleibt.

Eine Download-Seite listet alle Ausführungen der Distribution. Die Mate- und die Cinnamon-Editionen gibt es in Varianten für 32- und 64-Bit-x86-Systeme; diese vier Varianten gibt es jeweils noch in einer "no-codecs" genannten Ausführung, denen proprietäre Komponenten sowie Multimedia-Codecs fehlen, die durch Patente geschützte Techniken verwenden. Letztere solle man laut Release Notes nutzen, wenn man Linux Mint 13 in den USA oder Japan vertreiben möchte. Alle acht Images sind größer als 700 MByte und eignen sich daher nicht für CDs.

Siehe dazu auch:

(thl)