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Linux-Smartphone: Librem 5 kommt drei Monate später

Das Librem 5 sollte ursprünglich im Januar kommen, Hersteller Purism vertagt den Release nun auf April. Schuld sind CPU-Probleme.

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Linux-Smartphone: Librem 5 kommt drei Monate später

(Bild: Purism)

Purism hat den Release des freien Linux-Smartphones Librem 5 auf den kommenden April verschoben. Ursprünglich sollte das Librem 5 im Januar 2019 in den Handel kommen. Laut Purism verhindern Bugs mit dem vom niederländischen Unternehmen NXP hergestellten SoC, dass das Librem planmäßig in den Handel kommen kann.

Die beiden Fehler liegen demnach im i.MX-8M-SoC, genauer gesagt dessen CPU Cortex A53. Sie betreffen laut Librem-Hersteller Purism die Akkulaufzeit des Handys. Mit dem Fehler ausgelieferte Smartphones halten den Aussagen von Purism zufolge nicht einmal eine ganze Stunde durch, bevor sie ans Ladekabel müssen. Damit wären sie als Mobilgeräte vollkommen unbrauchbar.

Die Bugs sind in der technischen Dokumentation unter den Punkten "e11174" und "e11171" einsehbar. Man arbeite mit NXP daran, die Fehler zu beheben, bis April soll das geschafft sein. Die Entwickler-Versionen des Librem 5 sollen sogar schon im Oktober verschickt werden, wenn keine weiteren Probleme mehr auftreten.

Das Librem 5 ist ein Open-Source-Smartphone, auf dem ausschließlich quelloffene Software laufen soll. Nutzer sollen nicht getrackt werden, ihre Kommunikation standardmäßig per Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt werden. Käufer sollen außerdem die Möglichkeit haben, das Mikrofon, die Kamera sowie Bluetooth und Mobilfunk per Schalter zu deaktivieren. Finanziert wurde das Librem 5 über eine Crowdfunding-Kampagne, die im Herbst 2017 insgesamt 2,13 Millionen US-Dollar in die Kassen von Purism spülte.

Update: Das Librem 5 wurde nicht wie ursprünglich im Artikel behauptet über Kickstarter, sondern über eine Crowdfunding-Kampagne auf der eigenen Webseite finanziert. (dahe)

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