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Linux Standard Base 4.1 ohne Java

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Die Linux Foundation hat die Version 4.1 der Linux Standard Base veröffentlicht. LSB 4.1 ist eine Spezifikation, die beschreibt, welche Software – vor allem Bibliotheken – eine LSB-konforme Linux-Distribution mitbringen muss. Die Spezifikation soll sicherstellen, dass Linux-Programme auf verschiedenen Distributionen laufen.

Java, im Status "Trial Use" in die Linux Standard Base 4.0 aufgenommen, wurde aus der neuen Version wieder entfernt. Grund dafür sind Lizenzierungsprobleme mit dem Java Compatibility Kit (JCK), dessen Bestehen Voraussetzung dafür ist, dass sich eine Java-Implementierung Java-kompatibel nennen darf. Die Apache Software Foundation wirft Oracle wie schon zuvor Sun vor, mit den Lizenzbedingungen des JCK konkurrierende Java-Implementierungen auszuschließen. Die LSB-Arbeitsgruppe sucht jetzt nach einer Möglichkeit, eine Java-Runtime in spätere LSB-Versionen aufzunehmen, die diese Probleme nicht hat.

Andere Module aus den Bereichen Multimedia (ALSA), Security (NSS) und Desktop (xdg-utils), die in der LSB 4.0 im Status "Trial Use" enthalten waren, sind jetzt reguläre LSB-Bestandteile. Einige Bebliotheken wurden aktualisiert, insgesamt soll LSB 4.1 jedoch weitgehend mit LSB 4.0 kompatibel sein. Weitere Details nennen die Release Notes. (odi)