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Linux: Verbesserungen, an denen Entwickler gerade schrauben

Größere Neuerungen rütteln an Grundfesten von Debian, Ubuntu & Co., darunter eine neue Firewall-Technik, ein geradliniges Grafiksystem und neue App-Formate.

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Verbesserungen, an denen Linux-Entwickler gerade basteln

(Bild: c't)

Die Open-Source-Welt macht Linux dieser Tage fit für die Ansprüche von morgen und übermorgen. Zum Teil passiert das mit seit Langem vorbereiteten Techniken, die viel zu früh zu stark gehypt wurden und nun endlich durchstarten; darunter etwa das Btrfs-Dateisystem oder die jetzt bei immer mehr Distributionen eingesetzte Wayland Display Architecture. Größere Neuerungen entstehen manchmal auch abseits des Rampenlichts: Eher Dezent schleichen sich gerade neue Mechanismen heran, bei denen Linux-Distributionen schreibgeschützt eingehängt sind und als Images oder Image-artig ausgeliefert und aktualisiert werden. Solche Ansätze haben im Container-Umfeld bereits einen festen Platz erobert und schicken sich an, auch auf den Desktop vorzudringen.

Wayland ist kein Nachfolger des X-Servers, sondern ein Protokoll, das diesen überflüssig machen kann.

(Bild: c't 13/18, S. 84)

Die ab Samstag, den 9. Juni am Kiosk verkaufte c't 13/18 hat sich solche Entwicklungen im Rahmen der Artikelstrecke "Linux erfindet sich neu" näher angesehen. Dabei sind auch die seit zwei Jahren für Gesprächsstoff sorgenden Linux-App-Formate Flatpak und Snap ein Thema, die die Software-Installation bei Linux-Distributionen zu revolutionieren versuchen; die Distributions-übergreifenden Formate sollen Anwendern mehr Flexibilität verschaffen und Linux zugleich attraktiver für Entwickler machen. Die Artikelstrecke widmet sich zudem Neuerungen, an denen die Kernel-Entwickler gerade schrauben. Darunter Verbesserungen an XFS, durch die das aus den Neunzigern stammende Dateisystem besser mit Btrfs oder dem für Solaris entwickelten ZFS mithalten kann.

Auch die jüngst aus dem Nichts erschienene Firewall-Technik Bpfilter kommt zur Sprache: Sie verspricht sowohl das klassische Iptables als auch dessen designierten Thronfolger Nftables/Nft deutlich zu beschleunigen, damit diese durch immer schneller werdende Netzwerk-Schnittstellen nicht zum Flaschenhals werden.

Mehr zu grundlegenden Neuerungen in Linux-Distributionen für PCs lesen Sie in c't 13/2018:

(thl)

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