Linux-WLAN-Treiber von AVM

Mit AVMs proprietärem Treiber lassen sich die Fritz-WLAN-USB-Adapter auch unter Linux verwenden.

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Von
  • Mirko Dölle

Der Berliner Kommunikationsgerätehersteller AVM hat den lange angekündigten Linux-Treiber für die WLAN-USB-Sticks Fritz!WLAN USB v1.0 und v1.1 veröffentlicht. Damit sollen die WLAN-USB-Adapter nicht nur das beschleunigte proprietäre Protokoll IEEE-802.11g++ beherrschen, sondern auch die Verschlüsselungstechniken WPA und WPA2 im Mixed Mode sowie Ad-Hoc-Verbindungen für WLAN-Netze ohne Access Point.

Das Treiberpaket ist zwar primär auf OpenSuse 10.2 ausgelegt, lässt sich laut Hersteller aber auch mit Gentoo Linux 2007.0 sowie Ubuntu 7.04 Feisty Fawn verwenden: Das Installations-Skript übersetzt den Treiber für den jeweils laufenden Kernel, so dass auch der Einsatz auf anderen Distributionen als den drei genannten möglich sein sollte. Der Treiber besteht aus einer nur in Binärform vorliegenden Bibliothek für 32-Bit-x86-Systeme und einem unter der LGPL veröffentlichen Treiber-Workframe, ein Einsatz auf 64-Bit-Linux-Systemen oder gar anderen Prozessorarchitekturen ist daher nicht möglich.

AVM hat in der Vergangenheit für viele seiner Produkte Linux-Treiber entwickelt, ist damit jedoch nicht immer auf Gegenliebe in der Entwickler-Gemeinde gestoßen, da es sich nicht um freie Software im Sinne der GPL handelte. Ende 2005 legte AVM die Treiber-Entwicklung für die Fritz-ISDN-Karten auf Eis, nachdem der Maintainer des Linux-PCI-Subsystems, Greg Kroah-Hartmann, als Warnschuss gegen die Hersteller einen Patch in einen Entwickler-Kernel einbrachte, mit dem sich keinerlei proprietäre Treiber mehr einbinden ließen. (mid)