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Linux-Werkzeugkasten 1.1

Die Live-Linux-Distribution Grml ist in Version 1.1 erschienen, die den Namen Skunk trägt und auf Debian Unstable aufsetzt. Unter Netzwerk-Administratoren und Freunden der Linux-Konsole ist Grml schon länger als praktischer Werkzeugkoffer für unterwegs bekannt. Dank zusätzlicher Treiber im Grml-Kernel versteht sich das Live-Linux-System mit zahlreichen Netzwerk- und WLAN-Karten, was auch bei einer Installation von Grml auf Festplatte von Vorteil sein kann. Außerdem haben die GRML-Entwickler viele eigene Skripte und Einrichtungsdateien beispielsweise für die zsh beigesteuert, die das Leben auf einem Debian-basierten Linux vereinfachen.

Die aktuelle Grml-Ausgabe benutzt den Vanilla-Linux-Kernel 2.6.23.16, den die Entwickler um zusätzliche Module und Patches erweitert haben. Einige Treiber wie die proprietären Grafiktreiber fglrx und nvidia fehlen zwar, lassen sich jedoch nachinstallieren. Dank der eingebauten Treiber atl2 und madwifi unterstützt Grml nun auch die Netzwerkkarten des EeePC. Laut Mika Prokop, Entwickler bei Grml, soll auch dessen eingebaute Webcam unter Grml 1.1 funktionieren.

Die Grml-Skriptsammlung haben die Entwickler um Programme zum Umbenennen von Audio-Dateien (arename.pl) oder zur Erstellung einer Netzwerk-Bridge über virtuelle Schnittstellen (grml-vnet) erweitert. Das auf FAI (Fully Automatic Installation) aufsetzende grml-live erzeugt nun eigene Live-Linux-Systeme, die sich anpassen lassen. Grml 1.1 bringt außerdem rund 176 neue Software-Pakete mit. Weitere Details zu Aktualisierungen und Neuerungen finden sich in der Release-Note auf der Grml-Webseite. Neben der rund 700 MByte großen Version steht Grml auch in einer abgespeckten (60 MByte) und einer mittleren Fassung (200 MByte) sowie Versionen für 64-Bit-Rechner bereit. (rek)

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