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Linux auf Mainframes kommt in Fahrt

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IBM positioniert seine S/390-Mainframes mit Nachdruck als Linux-Plattform. Hatte die Vorführung von Linux auf S/390-Hardware auf der diesjährigen CeBIT noch eher den Status einer Kuriosität, hat IBM jetzt angekündigt, noch dieses Jahr die notwendigen Anwendungen für einen Business-Einsatz bereitzustellen. SuSE und TurboLinux werden Linux-Distributionen für die S/390 vertreiben; die IBM Global Services leisten technischen Support.

S/390-Rechner können gleichzeitig mehrere Betriebssysteme völlig getrennt voneinander ausführen. IBMs Vision läuft offenbar darauf hinaus, dass unternehmenskritische Anwendungen wie Datenbanken unter dem IBM-eigenen OS/390 laufen sollen, das sich durch hohe Stabilität und Sicherheit auszeichnet. Die Anbindung der Unternehmensdaten an das Internet übernimmt dann ein Webserver, der gleichzeitig auf derselben Hardware unter Linux läuft. Middleware aus IBMs Portfolio, auf Linux für S/390 portiert, soll die Verbindung zwischen Linux-Anwendungen und den Daten-, Transaktions- und Messaging-Diensten auf der S/390 übernehmen. Außerdem will IBM im Laufe des Jahres seine Datenbank DB2, den Websphere Application Server und Tivoli-Unterstützung für Linux auf S/390 bereitstellen.

Für William Zeitler, Chef der IBM Enterprise Systems Group, sind offene Standards entscheidend für die Zukunft des E-Business. Linux werde künftig "gerade für wichtige Business-Anwendungen eine zentrale Rolle spielen". Mit dem Ausbau von Linux auf S/390 zur Unternehmenslösung setzt IBM die Anfang des Jahres angekündigten Pläne um, Linux auf allen IBM-Plattformen zu unterstützen und zu einem Kernelement der eigenen EDV-Strategie zu machen. (odi)

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