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Linux auf Notebook: Auch auf Business-Geräten immer noch Fummelei

Auf Windows-Notebooks macht Linux häufiger Probleme und der Akku ist schneller leer. Doch einige Vorurteile stimmen nicht: Alte Hardware wird nicht immer besser unterstützt, und auch auf Business-Notebooks ist Linux alles andere als stressfrei.

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Linux auf Notebook: Auch auf Business-Geräten immer noch Fummelei
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Nach wie vor macht Linux auf Notebooks häufiger mal Probleme: Besondere Ausstattung funktioniert nicht richtig und die Akkulaufzeit ist kürzer als unter Windows. Dieses Vorurteil hat sich auch in einem Test der aktuellen c't 9/17 bestätigt, der ausgerechnet einige Business-Notebooks im Blick hatte.

Diese haben eigentlich den Ruf, besonders Linux-tauglich zu sein, denn sie haben wenig ungewöhnlichen "Schnickschnack", nutzen fast immer die von Linux gut unterstützten Intel-Prozessoren und setzen auf integrierte Grafik. Dennoch liefen auf keinem der vier von c't getesteten Notebooks von Dell, Fujitsu, HP und Lenovo die Distributionen Ubuntu und Fedora komplett problemfrei.

Am meisten Probleme machte das Fujitsu LifeBook E547, und zwar beim Touchpad, der Helligkeitsregelung, dem Fingerabdrucksensor und Bluetooth. Beim Dell Latitude 5480 funktionierten dagegen weder Bluetooth, noch der HDMI-Ausgang. Das HP ProBook G4 ging nicht automatisch in den Bereitschaftsmodus, das Lenovo ThinkPad E470 hatte vor allem Probleme mit dem WLAN-Chip.

Mit manchen Problemen muss man unter Linux leben, andere ließen sich im Test beheben. Vor allem bei der meist deutlich kürzeren Laufzeit als unter dem vorinstallierten Windows 10 kann man nachträglich optimieren. So lief etwa das Lenovo ThinkPad unter Ubuntu siebeneinhalb Stunden, mit einem optimierten Fedora immerhin zehn Stunden. Unter Windows 10 sind es allerdings über vierzehn Stunden (Idle, 100 cd/m²).

Nicht verlassen kann man sich auf die Einschätzung, besonders alte Hardware liefe mit Linux allgemein runder. So brachte c't den Smartcard-Reader des Dell Latitude 5480 bei keiner Distribution zum Laufen, obwohl er schon seit Jahren in Business-Notebooks eingesetzt wird. Ähnlich verhielt es sich mit zwei der Fingerabdruck-Sensoren.

Will man ein Notebook mit Linux betreiben, empfiehlt c't-Redakteur Thorsten Leemhuis deshalb nach wie vor, zu einem Gerät mit vorinstallierten Linux zu greifen. Auch die können zwar Probleme machen, hier kann man aber anders als bei den Windows-Notebooks reklamieren und umtauschen, wenn etwas nicht funktioniert.

Ein weiterer Tipp sind die Skylake-Modelle der Thinkpad-Baureihen T und X, die ausschließlich Prozessorgrafik nutzen. Diese hochpreisigen Geräte sind auch bei Linux-Entwicklern beliebt – da stehen die Chancen gut, dass auch kleinere Macken mal eben von einem Open-Source-Entwickler behoben werden, damit das eigene Notebook besser läuft.

Den kompletten Test lesen sie in c't:

Im Rahmen dieses Tests entstand zudem der Artikel "Kratz dein Jucken – Kompatibilitätsprobleme von Linux nachhaltig beseitigen (c't 9/17, S. 102)". Dieser beschreibt am Beispiel der Touchpads-Marotte des Fujitsu-Notebooks, wie man manche Probleme an der Wurzel packen und aus der Welt schaffen kann, damit sie bei zukünftigen Linux-Distributionen gar nicht erst auftreten.

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Die neuen MacBook Pros von Apple sind seit 2017 auf dem Markt. Zusammen mit der inzwischen bekannten Touch Bar von Apple bilden sie das Premium-Gesamtpaket vom Hersteller im Notebook-Bereich. So ist in der Touch Bar ein Fingerprint-Reader eingebaut, die Geräte bieten außerdem vier proprietäre Thunderbolt-3- und einen Klinken-Anschluss. Das Display löst mit der Retina-Auflösung 2880x1800 auf. Angetrieben wird das ganze von aktueller AMD-Grafik-Hardware sowie einem Intel-i7-Prozessor.

(acb)

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