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Linux bei chinesischen Entwicklern auf dem Vormarsch

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Rund 64,5 Prozent der chinesischen Software-Entwickler erwarten, dass sie im kommenden Jahr an einer Anwendung für das freie Betriebssystem Linux arbeiten werden. Etwa 44 Prozent gaben bei einer Befragung durch die Marktforscher der Evans Data Corporation an, dass sie bereits derartige Anwendungen entwickelt hätten. Am zweiten Teil der Erhebung Chinese Software Development Survey nahmen 1.300 Entwickler aus der Volksrepublik China teil.

Der erste Teil wurde im Mai 2002 durchgeführt. Seinerzeit erwarteten 66,4 Prozent der befragten Entwickler, sie würden im Jahr 2003 an Linux-Anwendungen arbeiten. Trotz dieses leichten Rückgangs bei der im Oktober erstellten Studie (im Mai wurden allerdings nur 700 Entwickler befragt) erwarten die Marktforscher, dass der Anteil von Linux als Hauptbetriebssystem im kommenden Jahr stark wachsen werde: 4 Prozent der chinesischen Entwickler arbeiten derzeit mit Linux, während es im kommenden Jahr 11 Prozent sein sollen.

Die Studie deutet den Trend als eine Antwort auf die Bestrebungen der Regierung hin zu freier Software. Argumente für einen Wechsel zu Linux sind in China -- so wie auch in Indien -- hauptsächlich die Kosten und Sicherheitsprobleme. Bei der Umfrage gaben 49 Prozent der befragten Entwickler an, im vergangenen Jahr hätte es in ihrer Firma ein Netzwerk- oder Sicherheitsproblem gegeben. In 33 Prozent der Fälle handelte es sich um Eindringlinge, die vor allem Datenbanken zum Ziel hatten. Mit 30 Prozent folgen Virenattacken.

Neben dem Trend zu Linux dokumentiert die Studie auch den zu 64-Bit-Anwendungen. Rund 13 Prozent der chinesischen Entwickler gaben an, bereits solche Anwendungen entwickelt oder bestehende portiert zu haben. Vor einem halben Jahr betrug dieser Anteil 8 Prozent. (anw)

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