Linux boomt im Server-Markt

Nach einer aktuellen Studie belegt Linux mit einem Anteil von 25% den zweiten Platz in der Rangliste der Server-Betriebssysteme.

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Nach einer aktuellen Studie der International Data Corporation (IDC) belegt Linux mit einem Anteil von 25% den zweiten Platz in der Rangliste der am häufigsten verkauften Server-Betriebssysteme. Gegenüber 1998 wurden 1999 fast doppelt so viele Linux-Versionen verkauft. Damit ist Linux fast vier mal so stark gewachsen wie der gesamte Server-Markt. Auch bei den Clients konnte Linux zulegen und hat mittlerweile einen Marktanteil von 4%, was etwa 3,9 Millionen Desktop-Installationen entspricht.

Wie schon vor einem Jahr liegt Windows NT mit 38% der Server-Installationen an der Spitze. Netware ist hingegen mit einem Anteil von 19% hinter Linux zurückgefallen. Auch die kommerziellen Unix-Varianten sind weniger stark gewachsen als der Server-Markt insgesamt und belegen mit einem Anteil von 15% Platz 4.

Bei diesen Zahlen ist allerdings etwas Vorsicht am Platze: Die IDC-Studie zählt lediglich die verkauften Systeme. Wer sein Linux direkt aus dem Internet lädt, geht nicht in die Rechnung ein. Außerdem lassen sich mit einer Linux-Distribution beliebig viele Server aufbauen. Zudem ist zu berücksichtigen, dass kommerzielle Unix-Server häufig in großen Installationen zum Einsatz kommen, in denen sie viel mehr Clients bedienen als typische NT- oder Linux-Server. Gerade dieser Aspekt dürfte auch Ursache dafür sein, dass die Rangliste deutlich anders aussieht, wenn man statt der Zahl der Installationen die Umsätze betrachtet: Hier entfällt mit über 50% nach wie vor der Löwenanteil auf die kommerziellen Unix-Varianten. (odi)