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Linux für Autos

Mit Automotive Grade Linux bewirbt sich neben Android Auto ein weiteres Mobil-Linux als Schaltzentrale für Infotainment-Systeme in Autos. AGL basiert auf Tizen und ist komplett Open Source.

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Das Dashboard zeigt Informationen über das Auto an.

(Bild: Linux Foundation)

Kaum scheint es, als hätten Apple und Google mit CarPlay und Android Auto den Markt für Infotainment-Systeme für Autos mit 29 zu 28 Autoherstellern komplett unter sich aufgeteilt, meldet sich ein weiterer Player zu Wort: Die Linux Foundation hat die erste Version ihres Automotive Grade Linux (AGL) veröffentlicht. Anders als Android Auto und CarPlay ist Automotive Grade Linux vollständig als Open Source verfügbar, sodass Autohersteller auf Grundlage von AGL eine eigene Software mit eigenem Branding fürs In-Vehicle Infotainment (IVI) entwickeln können.

Automotive Grade Linux setzt auf Tizen IVI auf, einem Mobil-Linux, das vor allem von Samsung und Intel entwickelt wird. Es soll unterschiedliche Architekturen unterstützen; welche das konkret sind, darüber schweigt sich die Linux Foundation aus. Zu den Features von AGL gehören ein Dashboard, die Unterstützung von Google Maps, die Steuerung der Klimaanlage, Medienwiedergabe, ein News-Reader und die Möglichkeit, ein Smartphone einzubinden.

Hinter Automotive Grade Linux steht ein breites Konsortium von Firmen, in dem allerdings Autohersteller fast komplett fehlen – lediglich Hyundai und Jaguar/Landrover machen bei AGL mit. Beide sind auch bei Apples CarPlay dabei, Huyndai will zudem auch Autos mit Android Auto ausstatten. Ansonsten dominieren IT-Firmen von Intel und Nvidia bis LG und Samsung sowie Spezialisten für Auto-IT und -elektronik.

Update 3.7., 18:50: Auch der Autohersteller Toyota, ebenfalls auf Apples CarPlay-Seite gelistet, ist Mitglied des AGL-Konsortiums. (odi)